Ein Ar­muts­zeug­nis

Friedberger Allgemeine - - Augsburg -

Un­se­re Welt ist im­mer mehr aus den Fu­gen ge­ra­ten. Kaum ist ein Er­eig­nis halb­wegs ver­daut, folgt die nächs­te Ka­ta­stro­phe, bei der Men­schen von Pan­zern nie­der­ge­met­zelt oder von Bom­ben zer­fetzt wer­den oder von ih­rer Ideo­lo­gie be­ses­se­ne Geis­tes­kran­ke Schreck­li­ches an­rich­ten. Zu­sätz­lich zu all den un­fass­ba­ren Ge­scheh­nis­sen welt­weit tra­gen zu al­lem Über­fluss die größ­te Mi­gran­ten­grup­pe den in­nen­po­li­ti­schen Kon­flikt in un­se­rer Städ­te und grö­len die na­tio­na­lis­ti­schen Pa­ro­len vom Po­dest. Da ich der tür­ki­schen Spra­che in Wort und Schrift mäch­tig bin, er­lau­be ich mir ei­ne Ein­schät­zung des In­te­gra­ti­ons­wil­lens der Mit­bür­ger. Es ist nicht zu über­se­hen und zu über­hö­ren, dass die tür­ki­schen Mit­bür­ger am schlech­tes­ten von al­len Mi­gran­ten in­te­griert sind. Die­se Er­kennt­nis ist nach Jahr­zehn­ten ein Ar­muts­zeug­nis. Kein Mensch er­war­tet, dass die Her­kunft, die Kul­tur und die Spra­che ge­leug­net wer­den. Aber zur In­te­gra­ti­on im Land ge­hört mehr als die bis­he­ri­ge Be­reit­schaft. Es ist höchs­te Zeit, mehr bei­zu­tra­gen für die Ak­zep­tanz, um an­zu­kom­men. Da­zu ge­hört mehr ge­sell­schaft­li-

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