Die Meinungen ge­hen aus­ein­an­der

Me­rin­ger CSU und Sied­ler­ge­mein­schaft dis­ku­tie­ren in St. Afra über Um­fah­rung

Friedberger Allgemeine - - Mering | Merching -

Me­ring Zum The­ma „Um­fah­rung Me­ring-St. Afra – wie geht es wei­ter?“ha­ben Flo­ri­an Mayer, CSUOrts­vor­sit­zen­der, und Her­mann Wolf von der Sied­ler­ge­mein­schaft Me­ring-St. Afra im Ver­eins­heim Was­ser­haus ein Tref­fen ver­an­stal­tet. Rund 100 Gäs­te, vor­ran­gig aus der Sied­lung, ka­men.

Mayer ap­pel­lier­te, sich für ei­nen brei­ten Kon­sens in der Re­gi­on ein­zu­set­zen: „Ein Be­har­ren auf zwei ex­tre­men Stand­punk­ten bringt da­ge­gen kei­nen wei­ter.“Er hal­te ei­ne Ei­ni­gung we­der mit ei­nem au­to- bahn­ähn­li­chen Aus­bau noch mit ei­ner voll­stän­di­gen Ab­leh­nung jed­we­der neu­en Stra­ße für mach­bar. Laut dem CSU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Han­sjörg Durz sei ei­ne Lö­sung der Be­las­tungs­schwer­punk­te in den Orts­durch­fahr­ten Fried­berg und Kis­sing so­wie in St. Afra an der B 2 so­wie ei­ne Ent­schär­fung des Un­fall­schwer­punk­tes „an der blau­en La­gu­ne“in Me­ring nicht oh­ne den Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan mög­lich.

Mayer und Durz wer­te­ten die Än­de­run­gen im Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan und die kla­re Prio­ri­tä­ten- set­zung als ei­nen ers­ten Er­folg, der auf die Initia­ti­ve der CSU zu­rück­ge­he. Wä­re es nach den Wün­schen der drei SPD-Bür­ger­meis­ter aus den Ge­mein­den Fried­berg, Kis­sing und Me­ring An­fang 2015 ge­gan­gen, dann wä­re An­fang 2015 ei­ne Re­so­lu­ti­on für ei­ne B-17-ähn­li­che Stra­ße un­ter­schrie­ben wor­den, sag­te Mayer. Er be­ton­te, dass man zwar ei­ne zwei­s­trei­fi­ge We­st­um­fah­rung von Kis­sing und Me­ring-St. Afra bis zur Staats­stra­ße nach Kö­nigs­brunn für sinn­voll er­ach­te, aber ei­ne wei­te­re Be­las­tung für den Orts­teil St. Afra wei­ter strikt ab­leh­ne. In der an­schlie­ßen­den Dis­kus­si­on hät­te Mayer ger­ne ei­nen Wi­der­spruch zwi­schen den Bahn- und den B-2-An­lie­gern auf­ge­löst. Wäh­rend die ei­nen auf ei­ne Ent­las­tung hof­fen, fürch­ten sich die an­de­ren vor ei­ner wei­te­ren Be­las­tung. Trotz Ver­ständ­nis für­ein­an­der konn­ten die un­ter­schied­li­chen Po­si­tio­nen nicht ab­schlie­ßend auf­ge­löst wer­den, heißt es in ei­ner Mit­tei­lung. Die an­we­sen­den Kom­mu­nal­po­li­ti­ker nah­men noch An­re­gun­gen aus ei­ner Dis­kus­si­on mit. Als gro­ßes Pro­blem wird dem­nach be­reits der be­ste­hen­de Lärm­schutz ge­se­hen, so­wohl an der B 2 als auch ent­lang der Bahn­tras­se.

Man­gel­haf­ter Schall­schutz

Für Be­stands­stra­ßen wer­de kein Lärm­schutz ge­währt und die be­ste­hen­de Bret­ter­wand – da­mals in Ei­gen­leis­tung auf­ge­stellt – sei nur als Sicht­schutz nütz­lich. Aber auch der Schall­schutz der Deut­schen Bahn sei äu­ßerst man­gel­haft. Durz ver­sprach, die­sem Pro­blem nach­zu­ge­hen.

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