Ge­walt, die er­schreckt

Friedberger Allgemeine - - Bayern - VON HEN­RY STERN Ver­fas­sungs­schutz­be­richt re­dak­ti­on@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Es ist ein er­schre­cken­des Maß an En­t­hem­mung und Be­reit­schaft zu Es­ka­la­ti­on und Ge­walt, das sich im neu­en Halb­jah­res­be­richt des Ver­fas­sungs­schut­zes of­fen­bart. Ein Teil die­ser Ge­walt wird von au­ßen nach Bay­ern her­ein­ge­tra­gen – weil auch die gro­ßen Kon­flik­te die­ser Welt längst glo­ba­li­siert sind. Ein gro­ßer Teil der Ver­ro­hung des ge­sell­schaft­li­chen Kli­mas wird aber auch ganz be­wusst von rech­ten wie lin­ken Ex­tre­mis­ten im In­ne­ren be­trie­ben, die an Kon­sens, Lö­sun­gen oder Kom­pro­mis­sen nicht in­ter­es­siert sind, son­dern ih­ren po­li­ti­schen Ge­winn in der Spal­tung der Ge­sell­schaft se­hen.

Dass nicht zu­letzt Rechts­ex­tre­me nur all­zu ger­ne das In­ter­net be­nut­zen, um Hass zu sä­en, Vor­ur­tei­le zu schü­ren und Mit­bür­ger zu dif­fa­mie­ren, ver­wun­dert nicht. Im Schutz der An­ony­mi­tät des Net­zes ist schließ­lich vie­les mach­bar, was auf dem of­fe­nen Markt­platz un­mög­lich wä­re.

Der Staat muss Recht und Ge­setz auch im vir­tu­el­len Raum noch viel ve­he­men­ter durch­set­zen. Und die Bür­ger dür­fen ra­di­ka­len Rat­ten­fän­gern auch dann nicht auf den Leim ge­hen, wenn sie ih­re men­schen­ver­ach­ten­den Bot­schaf­ten di­gi­tal ver­pa­cken.

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