Nicht al­lein die Zah­len zäh­len

Friedberger Allgemeine - - Augsburg - VON NI­CO­LE PRESTLE nip@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Die Be­su­cher­zah­len im Thea­ter sind im Ver­gleich zu 2015 um rund 25 000 zu­rück­ge­gan­gen. Man soll­te aber nicht dar­aus schlie­ßen, dass das Dreis­par­ten­haus im­mer we­ni­ger Men­schen er­reicht: Mit über 233 000 Zu­schau­ern, die in der nun ab­ge­lau­fe­nen Sai­son ins Dreis­par­ten­haus ka­men, liegt man in et­wa bei den Zah­len von 2014 (233 000 Be­su­cher), 2012 (237 500) und 2011 (227 914).

Die Frei­licht­büh­nen-Ins­ze­nie­rung „Ca­ba­ret“war im Ver­gleich zu „Blues Bro­thers“mä­ßig be­sucht. Dies mag am erns­ten Stück ge­le­gen ha­ben. Es gab aber auch vier Ter­mi­ne we­ni­ger als 2015 – je­nem Su­per­som­mer, in dem gar kei­ne Vor­stel­lung ab­ge­sagt wer­den muss­te. Geht man von 2000 Plät­zen pro aus­ver­kauf­ter Vor­stel­lung aus, re­la­ti­viert sich das Mi­nus von 15 000 Be­su­chern so zu­min­dest ein we­nig.

Kei­ne Fra­ge: Be­su­cher­zah­len sind ei­ne har­te Wäh­rung, weil sie ba­res Geld sind. Al­ler­dings soll­te Kunst nicht nur am Er­trag ge­mes­sen wer­den. In den nächs­ten Jah­ren wer­den Ver­glei­che am Thea­ter oh­ne­hin schwie­ri­ger wer­den: Das Wech­sel-dich-Spiel bei den Spiel­stät­ten wird wohl Zu­schau­er kos­ten, denn man­che wer­den kei­ne Lust ha­ben, für ei­ne Vor­stel­lung durch die hal­be Stadt zu fah­ren. Es wer­den aber auch nicht in al­len Er­satz­spiel­stät­ten so vie­le Plät­ze zur Ver­fü­gung ste­hen wie im Gro­ßen Haus.

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