Sie war ei­ne mu­ti­ge Stim­me der deut­schen Li­te­ra­tur

Friedberger Allgemeine - - Feuilleton -

Gleich ihr De­büt­ro­man schlug ein wie ei­ne Bom­be. Er hieß „Die Her­ren“, er­schien 1961 und eta­b­lier­te An­ge­li­ka Schrobs­dorff so­fort als mu­ti­ge Stim­me der deut­schen Li­te­ra­tur. Von Ber­lin war sie 1938 als Jü­din nach Bul­ga­ri­en ge­flo­hen, dort­hin war sie nach dem Krieg zu­rück­ge­kehrt, und dort ist sie nun, nach den wei­te­ren Le­bens­sta­tio­nen Mün­chen, Pa­ris und Je­ru­sa­lem, am Sonn­tag­abend im Al­ter von 88 Jah­ren ge­stor­ben. In ste­tem Werk ver­öf­fent­lich­te sie vie­le wei­te­re Bü­cher, die in vie­le Spra­chen über­setzt wur­den. Ei­nes ih­rer er­folg­reichs­ten blieb „Du bist nicht so wie an­de­re Müt­ter. Die Ge­schich­te ei­ner lei­den­schaft­li­chen Frau“– ein Best­sel­ler aus dem Jahr 1992, der spä­ter mit Kat­ja Rie­mann in der Haupt­rol­le ver­filmt wur­de. (AZ)

An­ge­li­ka Schrobs­dorff

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