So gibt es kei­ne Trend­wen­de

Friedberger Allgemeine - - Friedberg - Woh­nen in Fried­berg VON THO­MAS GOSSNER gth@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Man kann es nicht oft ge­nug wie­der­ho­len: Über die po­li­ti­schen Gren­zen hin­weg hat­ten Par­tei­en und Grup­pie­run­gen die Schaf­fung be­zahl­ba­ren Wohn­raums in Fried­berg als gro­ßes kom­mu­nal­po­li­ti­sches Ziel aus­ge­ge­ben. Das war im Wahl­kampf 2014. Heu­te wä­re man froh, wenn es über­haupt ei­ne Aus­sicht auf Wohn­raum gä­be – von be­zahl­bar möch­te man gar nicht mehr re­den.

Als 2007 die Hoch­span­nungs­lei­tung in Fried­berg-Süd fiel, da sah der Stadt­rat ei­ne ein­ma­li­ge Chan­ce. Statt der ur­sprüng­lich im Flä­chen­nut­zungs­plan vor­ge­se­he­nen 9,5 Hekt­ar Bau­land stan­den plötz­lich über 20 zur Ver­fü­gung. Zehn Jah­re spä­ter sind nach vie­len Mü­hen und We­hen ge­ra­de drei Hekt­ar da­von ver­wirk­licht. Ein Trop­fen auf den hei­ßen St­ein, ein Trop­fen zu­dem, den an­ge­sichts der Prei­se nur die we­nigs­ten ge­nie­ßen kön­nen. Für vie­le jun­ge Fried­ber­ger gibt es nach wie vor kaum ei­ne Chan­ce, in ih­rer Hei­mat­stadt zu ei­ge­nen vier Wän­den zu kom­men.

Die Schock­star­re, in die man­cher bei der Prä­sen­ta­ti­on der Ent­wäs­se­rungs­stu­die zu ver­fal­len schien, ist die fal­sche Re­ak­ti­on auf Pro­ble­me. Ein Ein­woh­ner­zu­wachs von 2000 Men­schen in den nächs­ten zehn Jah­ren – die­se von Bür­ger­meis­ter Eich­mann an­ge­kün­dig­te Trend­wen­de ist so nicht zu schaf­fen.

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