Län­ger krank

Ar­beit Im­mer mehr Be­rufs­tä­ti­ge ha­ben Rü­cken- oder psy­chi­sche Lei­den

Friedberger Allgemeine - - Erste Seite -

Ham­burg/Ber­lin Vor al­lem psy­chi­sche Lei­den und Mus­kel-Ske­let­tEr­kran­kun­gen wie Rü­cken­schmer­zen ha­ben im ers­ten Halb­jahr 2016 die Zahl der Krank­mel­dun­gen auf ei­nen neu­en Höchst­stand schnel­len las­sen. In den ers­ten sechs Mo­na­ten be­trug der Kran­ken­stand 4,4 Pro­zent, wie die ge­setz­li­che Kran­ken­kas­se DAK-Ge­sund­heit be­rich­te­te. 2015 lag er im glei­chen Zei­t­raum noch bei 4,1 Pro­zent. So hoch wie 2016 lag die­ser sta­tis­ti­sche Wert zu- letzt in den 1990er Jah­ren; 1995 lag er so­gar über fünf Pro­zent.

Der Kran­ken­stand be­zeich­net die Zahl der Ar­beit­neh­mer, die in ei­nem be­stimm­ten Zei­t­raum bei ei­nem Ar­beit­ge­ber krank­ge­mel­det sind. Mehr als je­der drit­te Be­rufs­tä­ti­ge (37 Pro­zent) wur­de nach den Er­kennt­nis­sen der Kas­se min­des­tens ein­mal krank­ge­schrie­ben. Im Schnitt dau­er­te ei­ne Er­kran­kung 12,3 Ta­ge, im Vor­jah­res­zeit­raum wa­ren es 11,7 Ta­ge. Ins­ge­samt ließ sich mehr als je­der zwei­te Fehl­tag auf drei Krank­heits­ar­ten zu­rück­füh­ren, so die DAK. An ers­ter Stel­le stün­den Rü­cken­lei­den und an­de­re Mus­kel-Ske­lett-Er­kran­kun­gen – 22 Pro­zent der Fehl­ta­ge wur­den da­mit be­grün­det. Da­nach fol­gen Krank­hei­ten des At­mungs­sys­tems mit 17 Pro­zent An­teil am Ge­samt­kran­ken­stand. Der An­teil psy­chi­scher Er­kran­kun­gen er­höh­te sich auf 16 Pro­zent (Vor­jahr: 15 Pro­zent).

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