Rech­te De­mo darf nicht auf Rat­haus­platz

Initia­ti­ve schei­tert vor Ge­richt

Friedberger Allgemeine - - Augsburg -

Die Ent­schei­dung der Stadt, ei­ne rechts­ge­rich­te­te De­mons­tra­ti­on am kom­men­den Mon­tag (Frie­dens­fest) nicht auf dem Rat­haus­platz zu­zu­las­sen, ist recht­mä­ßig. Das Ver­wal­tungs­ge­richt lehn­te am Don­ners­tag ei­nen Eil­an­trag der „Bür­ger­initia­ti­ve Aus­län­der­stopp Augs­burg“ab, die den Prinz­re­gen­ten­platz, den die Stadt statt­des­sen ge­neh­migt hat­te, ab­lehn­te.

Zu der Ver­an­stal­tung der Rech­ten mit dem The­ma „Die Lü­ge vom Frie­den“sind et­wa 20 Teil­neh­mer an­ge­mel­det. Als füh­ren­der Kopf der „Bür­ger­initia­ti­ve Aus­län­der­stopp“gilt der frü­he­re NPD-Ak­ti­vist Ro­land Wutt­ke (Me­ring). Er hat­te be­reits im ver­gan­ge­nen Jahr am Ja­kobs­platz ei­ne De­mons­tra­ti­on ver­an­stal­tet, bei der 800 Ge­gen­de­mons­tran­ten auf 13 Rechts­ex­tre­me tra­fen.

Die Stadt hat­te ar­gu­men­tiert, dass der Rat­haus­platz nicht als Ver­an­stal­tungs­ort zur Ver­fü­gung ste­he, weil hier das Pro­gramm zum Frie­dens­fest statt­fin­de. Auch der als Al­ter­na­tiv­stand­ort be­an­trag­te Mo­ritz­platz fal­le aus die­sem Grund weg. Das Ge­richt stütz­te die­se Sicht­wei­se. Die Ein­schät­zung der Po­li­zei, dass Frie­dens­fest-Pro­gramm und rech­te De­mo nicht zu tren­nen sei­en und so­mit die Ge­fahr von Zu­sam­men­stö­ßen be­ste­he, sei nach­voll­zieh­bar, so die Rich­ter.

Im Jahr 2014 hat­te die Stadt ei­ne rech­te De­mo der „Bür­ger­initia­ti­ve Aus­län­der­stopp“kom­plett ver­bo­ten, oh­ne ei­nen Al­ter­na­tiv­platz wie dies­mal den Prinz­re­gen­ten­platz an­zu­bie­ten. Die Be­grün­dung der Stadt da­mals war, dass meh­re­re Plät­ze durchs Frie­dens­fest be­legt sei­en und Ge­gen­de­mons­tra­tio­nen ab­seh­bar sei­en. Das Ver­wal­tungs­ge­richt sah im Nach­hin­ein in die­sem Kom­plett­ver­bot ei­ne un­zu­läs­si­ge Ein­schrän­kung der Ver­samm­lungs­frei­heit.

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