Är­ger um Schlie­ßung

Spar­kas­se Berg­hei­mer wol­len Geld­au­to­mat

Friedberger Allgemeine - - Wirtschaftsraum Augsburg -

Die be­schlos­se­ne Schlie­ßung der Spar­kas­sen-Fi­lia­le in Berg­heim hat für Un­mut bei der Be­völ­ke­rung ge­sorgt. „Berg­heim ver­fügt über ei­ne gu­te In­fra­struk­tur und Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten, nur das Geld da­für kann man bald nicht mehr im ei­ge­nen Stadt­teil ho­len“, sagt Isa­bel­la Ber­te­le. Weil Berg­heim zu­dem ein al­tern­der Stadt­teil sei, sei­en man­che Be­woh­ner nicht mehr mo­bil ge­nug, um künf­tig zur Spar­kas­se nach Gög­gin­gen zu fah­ren.

Des­halb setzt sich Ber­te­le, ge­mein­sam mit Stadt­rä­tin Bea­te Scha­bert-Zeid­ler, für den Er­halt der Bar­geld­ver­sor­gung vor Ort ein: Am Don­ners­tag über­gab sie 321 Un­ter­schrif­ten an Ober­bür­ger­meis­ter Kurt Gribl, den Ver­wal­tungs­rats­vor­sit­zen­den der Stadt­par­kas­se.

„Dass nicht je­der mit un­se­rer Ent­schei­dung ein­ver­stan­den sein wird und Ge­gen­stim­men kom­men wer­den, war uns klar. So in­ten­siv wie in Berg­heim wa­ren die Re­ak­tio­nen je­doch sonst nir­gend­wo“, sagt Cor­ne­lia Koll­mer, Vor­stands­mit­glied der Stadt­spar­kas­se Augs­burg. Auf­grund der Be­völ­ke­rungs- und In­fra­struk­tur vor Ort kön­ne man das An­lie­gen der Berg­hei­mer aber sehr wohl nach­voll­zie­hen und sei dank­bar für ei­nen of­fe­nen Dia­log, der Lö­sun­gen brin­gen soll.

Ein gänz­li­ches Abrü­cken von der Schlie­ßung kä­me da­bei al­ler­dings nicht in­fra­ge. Die Fi­lia­le sei aus be­triebs­wirt­schaft­li­cher Sicht nicht zu hal­ten. „Wir ha­ben aber von Be­ginn an zu­ge­sagt, in Aus­nah­me­fäl­len in­di­vi­du­el­le Lö­sun­gen zu fin­den. Da­zu ste­hen wir und prü­fen ge­ra­de, wel­che Mög­lich­kei­ten es gibt, die Bar­geld­ver­sor­gung in Berg­heim für un­se­re Kun­den auf­recht­zu­er­hal­ten“, so Koll­mer wei­ter. Im Herbst soll das Er­geb­nis vor­ge­stellt wer­den. Die Ide­en rei­chen von der Auf­stel­lung ei­nes Geld­au­to­ma­ten, wie es in Inningen kom­men wird, bis hin zu ei­ner Ko­ope­ra­ti­on mit ei­nem ex­ter­nen Di­enst­leis­ter. Weil die Schlie­ßung nicht vor 2017 an­ste­he, kön­ne man sich mit ei­ner Ent­schei­dung et­was mehr Zeit las­sen, um al­le Va­ri­an­ten zu prü­fen. Ober­bür­ger­meis­ter Gribl ver­sprach: „Es wird ei­ne Lö­sung ge­ben, be­vor die Fi­lia­le end­gül­tig ge­schlos­sen wird.“

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