Be­trifft: Kun­den-WC

Friedberger Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „Kun­den-Toi­let­te drin­gend ge­sucht“(Wirt­schaft) vom 30. Ju­li: Es war an der Zeit, dass die­ses Pro­blem trotz sei­ner Pein­lich­keit – oder vi­el­leicht ge­ra­de des­we­gen – ein­mal auf das Ta­pet ge­kom­men ist. Lei­der ging es in die­ser Be­trach­tung nur um Kun­den-WCs im Ein­zel­han­del.

Nicht min­der wich­tig er­scheint mir die­se Ein­rich­tung im Ver­kehr der deut­schen Bah­nen. Im Ge­gen­satz zu frü­he­ren Zei­ten fehlt die­ser Ser­vice heut­zu­ta­ge in den meis­ten klei­ne­ren Bahn­hö­fen und Hal­te­sta­tio­nen. Die­se lie­gen meist au­ßer­halb des Orts­zen­trums. Da die Zü­ge be­kann­ter­wei­se nicht sel­ten Ver­spä­tung ha­ben, kön­nen Bahn­be­nut­zer in ar­ge Be­dräng­nis kom­men.

Man müss­te er­war­ten kön­nen, dass die Bah­nen (staats­ab­hän­gig oder pri­vat­recht­lich) am Wohl­be­fin­den ih­rer Kli­en­tel eben­so in­ter­es­siert sein müss­ten, wie die üb­ri­ge Geschäftswelt pein­li­che „Not­fäl­le“ver­mei­den möch­te, auch wenn die Er­rich­tung, Sau­ber­hal­tung und Hy­gie­ne öf­fent­li­cher Toi­let­ten nicht zum Null­ta­rif zu ha­ben sind. He­ri­bert Schröp­fer, Augs­burg

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