Schus­ter hat sich Re­spekt ver­schafft

Friedberger Allgemeine - - Sport Regional - VON WOLF­GANG LANG­NER wla@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Manch­mal dau­ert es ei­ne Zeit, bis man sich zu­sam­men­rauft. Nach der Som­mer­pau­se war es deut­lich zu spü­ren, dass doch ei­ni­ge FCA-Spie­ler Ex-Trainer Mar­kus Wein­zierl nach­trau­ern. Ver­ständ­lich, Wein­zierl gab über vier Jah­re in Augs­burg den Ton an. Er ar­bei­te­te äu­ßerst er­folg­reich, die Mann­schaft kann­te Ab­läu­fe und Au­to­ma­tis­men. Wenn dann ein Trainer kommt und ei­ni­ges um­krem­pelt, ist es nicht im­mer leicht, dem zu fol­gen. Der Mensch ist eben ein Ge­wohn­heits­tier.

Wer jetzt das Trai­nings­la­ger ver­folgt hat, wird be­stä­ti­gen kön­nen, dass spä­tes­tens im idyl­li­schen Mals in Süd­ti­rol ein Um­den­kungs­pro­zess statt­ge­fun­den hat. Viel­leicht auch, weil die Spie­ler ge­se­hen ha­ben, dass rich­tig har­te Ar­beit auch Spaß ma­chen kann. Klar, Dirk Schus­ter hat Me­tho­den, die man viel­leicht nicht auf je­dem Trai­nings­platz sieht, aber schließ­lich hat auch das Neue sei­nen Reiz. Und Neu­es muss nicht un­be­dingt schlecht sein.

Nicht um­sonst wur­de Schus­ter im Jahr 2015 zum Trainer des Jah­res ge­wählt. Nicht um­sonst hat ei­ne bie­de­re Mann­schaft wie der SV Darm­stadt in der Bun­des­li­ga die Klas­se ge­hal­ten. Schus­ter ist knall­hart in sei­ner An­spra­che. Er hat sich da­durch Re­spekt ver­schafft, oh­ne au­to­ri­tär zu wir­ken. Er hat das Zeug, die Auf­ga­be FCA zu wup­pen. Und das nicht nur, weil er selbst als Ver­tei­di­ger frü­her ein „zä­her Hund“war. Die neue Ära beim FCA ist ein­ge­lei­tet. Wein­zierl ist end­gül­tig Ver­gan­gen­heit – Schus­ter ist die Zu­kunft.

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