„Höss soll bei der Wahr­heit blei­ben“

Schwab­mün­chens Ab­tei­lungs­lei­ter wehrt sich ge­gen Vor­wür­fe

Friedberger Allgemeine - - Sport - VON CHRIS­TI­AN KRUPPE

Schwabmünchen Auf den Ge­richts­ak­ten um den „Fall Strobl“dürf­ten schon die ers­ten Staub­kör­ner lie­gen. Nach dem To­bi­as Strobl sei­ne Kla­ge ge­gen den FC Pi­pins­ried vor gut zwei Wo­chen zu­rück­ge­zo­gen hat­te, schien der Rechts­streit um die Spiel­be­rech­ti­gung Stro­bls be­en­det.

Schwab­mün­chens Ab­tei­lungs­lei­ter Ger­mar Thie­le er­klärt noch­mals die Be­weg­grün­de des Rück­zugs: „Ein Ur­teil hät­te im Prin­zip nichts mehr ge­bracht, da es haupt­säch­lich um die Spiel­be­rech­ti­gung von To­bi Strobl in der ver­gan­ge­nen Rück­run­de ge­gan­gen ist. Die ist vor­bei und To­bi trai­niert nun Man­ching.“

Doch Pi­pins­rieds Fuß­ball­chef Con­ny Höss warf den Schwab­münch­nern we­nig Ver­hand­lungs­be­reit­schaft vor und sieht sich als Sie­ger des ab­ge­bla­se­nen Pro­zes­ses. Die­se Aus­sa­gen rie­fen nun Schwab­mün­chens Ver­ant­wort­li­che auf den Plan. „Höss soll end­lich auf­hö­ren, Lü­gen­mär­chen zu er­zäh­len,“schimp­fen Ger­mar Thie­le und sein Stell­ver­tre­ter Ste­fan Amann.

„Höss be­haup­tet, dass es nur ein Te­le­fon­ge­spräch gab, das nur ein paar Se­kun­den dau­er­te. Das stimmt nicht,“stellt Thie­le sei­ne Sicht dar. Er ha­be mit Höss zwei­mal ge­spro­chen – je­weils rund ei­ne hal­be St­un­de. „Doch die von Höss ge­for­der­te Ab­lö­se für To­bi Strobl war schlicht­weg uto­pisch,“so Thie­le wei­ter. 5000 Eu­ro woll­te Höss für die Frei­ga­be ha­ben. Das Schwab­münch­ner Ge­gen­an­ge­bot über 1500 Eu­ro ha­be Höss dann la­chend ab­ge­lehnt.

Wert le­gen die Schwab­münch­ner auch dar­auf, dass nicht der TSV vor Ge­richt ge­zo­gen ist, son­dern To­bi­as Strobl. Der Ab­tei­lungs­lei­ter ist auch der An­sicht, dass Höss „Glück ha­be“, dass we­der vom TSV noch von To­bi­as Strobl wei­te­re Re­gress­an­sprü­che kom­men. „Strobl be­kam nach sei­nem Rück­tritt kein Geld mehr von Pi­pins­ried“, so Thie­le, „im Ge­gen­zug pocht Höss aber auf den Ver­trag“. Nach Mei­nung der Schwab­münch­ner Ver­ant­wort­li­chen hät­te Strobl nur recht­zei­tig schrift­lich kün­di­gen müs­sen, dann wä­re es gar nicht so weit ge­kom­men. Dies hat der Trai­ner aber ver­säumt. Da Strobl für den Ver­ein von Con­ny Höss aber nicht mehr ak­tiv war und die­ser auch nicht mehr be­zahl­te, ist in Au­gen der Schwab­münch­ner der Ver­trag­zu­stand nicht mehr er­füllt.

Beim TSV Schwabmünchen möch­te man end­lich ei­nen Schluss­strich un­ter die­se An­ge­le­gen­hei­ten zie­hen und sich wie­der auf das Ta­ges­ge­schäft kon­zen­trie­ren. „Das Ver­hal­ten, das Höss in die­ser Sa­che ge­zeigt hat, ist mo­ra­lisch ver­werf­lich,“so Thie­le ab­schlie­ßend. Viel­leicht kehrt nun end­li­che Ru­he in den Fall ein und die Ak­ten kön­nen wei­ter ein­stau­ben.

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