Lu­thers Ver­diens­te

Friedberger Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „Erb­sen­brei mit Bra­the­ring“(Feuille­ton) vom 5. Au­gust: Mir ist auch be­kannt, dass un­ter His­to­ri­kern ein Streit aus­ge­bro­chen ist, ob Mar­tin Lu­ther sei­ne 95 The­sen durch An­schlag an der Wit­ten­ber­ger Schloss­kir­chen­tü­re oder an­der­wei­tig ver­öf­fent­licht hat. Für den Fort­gang der Ge­schich­te ist die­ser Streit nicht ein­mal ei­ne Mar­gi­na­lie wert. Wich­tig ist, dass er die­se The­sen ver­fasst hat (was un­um­strit­ten ist) und dass sich die­se (dann in deut­scher Form), wie auch sei­ne üb­ri­gen Schrif­ten, in über­ra­schen­der Ei­le im ge­sam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum ver­brei­tet ha­ben.

Na­tür­lich hat er „un­ser Deutsch“nicht „er­fun­den“, aber er hat mit sei­ner Bi­bel­über­set­zung ei­ne Form des Deut­schen ge­fun­den, die bis in die tiefs­ten Al­pen­tä­ler hin­ein ver­stan­den wur­de. Ru­dolf Roth­mund, Markt­ober­dorf

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