Par­tei­freun­de war­nen vor Trump

50 pro­mi­nen­te Si­cher­heits­po­li­ti­ker der Re­pu­bli­ka­ner hal­ten ihn für „ge­fähr­lich“. Der Kan­di­dat ver­spricht der­weil Steu­er­sen­kun­gen

Friedberger Allgemeine - - Politik -

Wa­shing­ton In ei­ner bei­spiel­lo­sen öf­fent­li­chen Er­klä­rung ha­ben 50 füh­ren­de re­pu­bli­ka­ni­sche Si­cher­heits­ex­per­ten vor der Wahl von Do­nald Trump zum US-Prä­si­den­ten ge­warnt. Der Kan­di­dat ih­rer Par­tei wä­re „der ge­fähr­lichs­te Prä­si­dent der ame­ri­ka­ni­schen Ge­schich­te“, schrie­ben die Re­pu­bli­ka­ner. Trump schoss zu­rück, die Un­ter­zeich­ner sei­en „nichts an­de­res als ei­ne ge­schei­ter­te Wa­shing­to­ner Eli­te, die sich an ih­re Macht klam­mert“.

Die 50 Re­pu­bli­ka­ner warn­ten in dem von der ver­öf­fent­lich­ten Brief ein­dring­lichst vor ei­ner Wahl Trumps zum Prä­si­den­ten. Dem Im­mo­bi­li­en­mil­li­ar­där man­ge­le es an „Cha­rak­ter, Wer­ten und an Er­fah­rung, um Prä­si­dent zu sein“. Zu den Un­ter­zeich­nern ge­hör­ten Ex-CIA-Chef Micha­el Hay­den, der ehe­ma­li­ge Welt­bank-Prä­si­dent Ro­bert Zo­ellick, die frü­he­ren Hei­mat­schutz­mi­nis­ter Tom Ridge und Micha­el Cher­toff und der frü­he­re Ge­heim­dienst­di­rek­tor John Ne­gro­pon­te. Sie hat­ten wich­ti­ge Pos­ten in den Re­gie­run­gen re­pu­bli­ka­ni­scher Prä­si­den­ten von Richard Ni­xon bis Ge­or­ge W. Bush in­ne.

Vie­le Ver­tre­ter der po­li­ti­schen Eli­te aus bei­den Par­tei­en sind be­sorgt über Trumps Äu­ße­run­gen zur Au­ßen- und Si­cher­heits­po­li­tik. Trump hat nicht nur die Rol­le der USA in der Na­to in­fra­ge ge­stellt, son­dern auch Be­wun­de­rung für den rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Pu­tin ge­äu­ßert und an­ge­deu­tet, dass er Mos­kaus Anne­xi­on der ukrai­ni­schen Halb­in­sel Krim ak­zep­tie­ren könn­te. Die Un­ter­zeich­ner wie­sen dar­auf hin, dass sie auch „Zwei­fel“bei der de­mo­kra­ti­schen Ge­gen­kan­di­da­tin Hil­la­ry Cl­in­ton hät­ten, be­ton­ten aber, dass kei­ner von ih­nen für Trump stim­men wer­de.

Für den Fall sei­nes Wahl­sie­ges hat Trump den Ame­ri­ka­nern er­heb­li­che Steu­er­er­leich­te­run­gen ver­spro­chen. In sei­ner wirt­schafts­po­li­ti­schen Re­de in der Au­to­stadt De­troit stell­te er au­ßer­dem in Aus­sicht, die Bü­ro­kra­tie ab­zu­bau­en und die Grün­dung neu­er Un­ter­neh­men zu er­leich­tern. Wie ge­wohnt ging Trump bei der Vor­stel­lung sei­ner wirt­schafts­po­li­ti­schen Plä­ne nicht ins De­tail. „In den nächs­ten Ta­gen wer­den wir wei­te­re Ein­zel­hei­ten lie­fern“, kün­dig­te er an. „Die Re­for­men, die ich heu­te vor­ge­stellt ha­be, sind nur der An­fang.“Trump woll­te die Re­de auch nut­zen, um mehr Ruhe in sei­nen Wahl­kampf zu be­kom­men. So ru­der­te er et­wa bei den vor­ge­schla­ge­nen Steu­er­sät­zen auf die Li­nie sei­ner Par­tei zu­rück. Zu­nächst hat­te Trump ei­nen Höchst­steu­er­satz von 25 Pro­zent vor­ge­schla­gen, jetzt will er wie die Frak­ti­on im Ab­ge­ord­ne­ten­haus 33 Pro­zent.

Fo­to: P. Ko­va­rik, afp

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Do­nald Trump

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