Qu­er­schuss

Friedberger Allgemeine - - Politik - VON WIN­FRIED ZÜF­LE w.z@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Nein, es läuft nicht rund für Do­nald Trump. Ei­nen der­art mas­si­ven Qu­er­schuss aus den ei­ge­nen Rei­hen hat es wohl noch nie ge­ge­ben: Da war­nen Par­tei­freun­de da­vor, der Im­mo­bi­li­en­mil­li­ar­där kön­ne im Fal­le sei­ner Wahl zum „ge­fähr­lichs­ten“US-Prä­si­den­ten wer­den. Das ist schon sehr mas­siv.

An­de­rer­seits sind die Si­cher­heits­ex­per­ten, die jetzt ih­re Be­den­ken äu­ßern, zwar ho­no­ri­ge Per­sön­lich­kei­ten, die wich­ti­ge Äm­ter in­ne­hat­ten. Aber die ers­te Rei­he der Re­pu­bli­ka­ner re­prä­sen­tie­ren sie nicht. So be­fin­det sich un­ter ih­nen kein ehe­ma­li­ger Au­ßen- oder Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter. Ste­hen die­se auch hin­ter der Kri­tik? Oder hal­ten sie Trump für trag­bar?

Ob die War­nung der Ex­per­ten Trumps Be­wer­bung wirk­lich ge­fähr­det, ist aber auch aus ei­nem wei­te­ren Grund frag­lich. Der ei­gen­wil­li­ge Kan­di­dat fin­det sei­ne Un­ter­stüt­zer eh nicht im in­tel­lek­tu­el­len Mi­lieu, son­dern beim Volk. Dort ver­mag Trump mit flot­ten Sprü­chen mehr Ein­druck zu ma­chen als be­sorg­te Brie­fe­schrei­ber in der

Der Durch­schnitts­ame­ri­ka­ner wird über­dies ger­ne hö­ren, dass Trump die Steu­ern sen­ken will. Die­ses Ver­spre­chen hat einst schon Ro­nald Rea­gan zum Sieg ver­hol­fen. Das di­cke En­de kam frei­lich nach: Am En­de sei­ner zwei­ten Amts­zeit hin­ter­ließ er ei­ne Re­kord­ver­schul­dung.

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