We­nig Lust auf Um­welt­schutz

Deut­sche tun we­nig

Friedberger Allgemeine - - Wirtschaft -

Ber­lin Die meis­ten Deut­schen räu­men dem Um­welt­schutz zwar gro­ße Be­deu­tung ein, tun aber im Haus­halt we­nig da­für. So ver­wen­den nur zwölf Pro­zent der Ver­brau­cher nach ei­ner For­sa-Um­fra­ge um­welt­scho­nen­de Putz­mit­tel, be­rich­tet die

Welt. 29 Pro­zent der Be­frag­ten ga­ben an, sich noch nie Ge­dan­ken über die Um­welt­ver­träg­lich­keit ih­rer Putz­mit­tel ge­macht zu ha­ben. 94 Pro­zent sind zwar der Mei­nung, dass Um­welt­schutz die Le­bens­qua­li­tät ver­bes­sert. Doch ein deut­lich ge­rin­ge­rer An­teil der Be­völ­ke­rung han­delt im All­tag tat­säch­lich öko­lo­gisch. Über ein Drit­tel fin­det es zu auf­wen­dig, beim Ein­kauf auch noch die Öko-Bi­lanz der Pro­duk­te zu be­rück­sich­ti­gen. Als Ur­sa­che für die Kluft zwi­schen öko­lo­gi­schem Wunsch­den­ken und ei­ge­nem Han­deln nennt die Stu­die Be­quem­lich­keit. „Die Men­schen woll­ten sich nicht kom­plett än­dern, um sich öko­lo­gisch zu ver­hal­ten“, sagt Mar­cus Gast vom Um­welt­bun­des­amt. „Um­welt­schutz funk­tio­niert dann gut, wenn Geld ei­ne Rol­le spielt und der Ver­brau­cher in fi­nan­zi­el­ler Hin­sicht ei­nen Nut­zen hat.“

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