Not, die nicht sein müss­te

Friedberger Allgemeine - - Augsburg - HIER SCHREI­BEN SIE IH­RE MEI­NUNG

Zum Ar­ti­kel „Al­ten­hei­me ge­ra­ten in Not“vom 5. Au­gust: Al­ten­hei­me müss­ten nicht in Not ge­ra­ten. Wür­de die in par­tei­po­li­ti­schen Wahl­pro­gram­men be­schwo­re­ne „Da­seins­vor­sor­ge“, ins­be­son­de­re für äl­te­re Men­schen, ernst­haft um­ge­setzt, dürf­ten Al­ten­heim­be­trei­ber trotz der ge­for­der­ten Stan­dards des „Pfle­ge- und Wohn­qua­li­täts­ge­set­zes“nicht un­ter fi­nan­zi­el­len Druck ge­ra­ten. Be­stands­schutz und Son­der­re­ge­lun­gen müss­ten bei den not­wen­di­gen Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten eben­so be­rück­sich­tigt wer­den wie die seit Jahr­zehn­ten be­ste­hen­de Pfle­ge­er­fah­rung gu­ter Hei­me. Soll­te die Re­gie­rung die am­bu­lan­te Pfle­ge (aus wel­chen Grün­den auch im­mer) der sta­tio­nä­ren He­impfle­ge vor­zie­hen, wird sie die­ses Ziel oh­ne ein teu­res Kon­troll­sys­tem wohl kaum rea­li­sie­ren kön­nen. Und wes­halb muss die sta­tio­nä­re Pfle­ge in Zu­kunft noch teu­rer wer­den?

Die so­ge­nann­ten „In­ves­ti­ti­ons­kos­ten“, die bis­lang auf die Heim­be­woh­ner um­ge­legt wer­den, könn­ten z. B. steu­er­fi­nan­ziert wer­den. Spru­delt das Steu­er­auf­kom­men zur­zeit denn nicht? Mei­ner An­sicht nach müs­sen in ei­ner so­zia­len Ge­sell­schaft so­wohl die am­bu­lan­te als auch die sta­tio­nä­re Pfle­ge op­ti­mal und fi­nan­zier­bar sein. Karl Grei­sin­ger, Augs­burg

Pfle­ge­kräf­te statt Re­geln

Zum glei­chen The­ma: Hand aufs Herz, wie oder für was wür­den Sie sich ent­schei­den: Für ei­nen ein­ge­hal­te­nem Ab­stand zwi­schen Toi­let­te und Du­sche oder für ei­ne Pfle­ge­kraft, die Sie ru­hig be­treut, oh­ne Zeit­druck, nicht mit dem Druck, noch acht bis zehn Be­woh­ner, am bes­ten noch vor 10

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