Be­trifft: So­zi­al­kos­ten

Friedberger Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „Der trick­rei­che Herr Grö­he“(Po­li­tik) vom 5. Au­gust: Für Be­las­tun­gen aus dem So­zi­al­be­reich sind im­mer die Pflicht­ver­si­cher­ten die ers­te Adres­se. Mil­lio­nen von Pri­vat­ver­si­cher­ten blei­ben da­bei au­ßen vor. Be­schä­mend ist, dass na­he­zu al­le Po­li­ti­ker und ver­mut­lich auch Frau Mer­kel da­zu­ge­hö­ren. Ih­re Wor­te „Wir schaf­fen das“klin­gen da­bei ge­ra­de­zu wie Hohn. Dies läuft seit Jah­ren nach dem be­kann­ten Mus­ter.

Auch bei der Wen­de wur­den die So­zi­al­kos­ten al­ler Be­diens­te­ten des Ar­bei­ter- und Bau­ern­staa­tes der west­deut­schen So­zi­al­kas­se zu­ge­führt. Erich Hone­cker wur­de da­bei zum Edel­rent­ner. Dies ist der we­sent­li­che Grund für die der­zeit lau­fen­de Ab­spe­ckung der Ren­ten. Pen­si­ons­be­rech­tig­te, wie Po­li­ti­ker und Be­am­te, blei­ben da­bei un­ge­scho­ren. Ei­ne ge­rech­te Ver­tei­lung der So­zi­al­las­ten ist längst über­fäl­lig. An­de­re Staa­ten wie die Schweiz oder Ös­ter­reich könn­ten ein Vor­bild sein. Fried­rich Seid­ler, Augs­burg

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