Har­ting kri­ti­siert Sprint­star Bolt

Leicht­ath­le­tik Der deut­sche Dis­kus­wer­fer be­män­gelt den man­geln­den Ein­satz des Ja­mai­ka­ners im An­ti-Do­ping-Kampf

Friedberger Allgemeine - - Olympische Spiele 2016 -

Rio de Janei­ro Dis­kus-Ass Ro­bert Har­ting hat nun auch Su­per­sprin­ter Usain Bolt kri­ti­siert und ihm man­geln­des En­ga­ge­ment im An­ti-Do­ping-Kampf vor­ge­wor­fen. Er wür­de den Ja­mai­ka­ner fra­gen, „war­um er sich in keins­ter Wei­se of­fen­siv in die Do­ping-The­ma­tik ein­bringt“, sag­te der Olym­pia­sie­ger aus Berlin in ei­nem In­ter­view der Sport Bild.

„Als be­kann­tes­ter Ath­let der Welt müss­te man sich doch der ak­tu­el­len Dis­kus­sio­nen an­neh­men und für ei­nen sau­be­ren Sport kämp­fen“, for­der­te der drei­ma­li­ge Welt­meis­ter Har­ting, „zu­mal be­son­ders vie­le Sprin­ter po­si­tiv ge­tes­tet wur­den und auch er mas­siv be­schul­digt wird.“Dass Bolt sich „so raus­hält, macht ei­nen doch sehr nach­denk­lich“.

Nach sei­nem Gold-Coup 2012 in Lon­don könn­te Har­ting da­mit le­ben, bei den Olym­pi­schen Spie­len in Rio nur Zwei­ter zu wer­den. „Ich könn­te es, aber ich ha­be gro­ße Lust, es trotz­dem noch mal zu schaf­fen“, sag­te der 31-Jäh­ri­ge.

„Es wer­den mei­ne letz­ten Olym­pi­schen Spie­le, und ei­gent­lich ist Gold gar nicht drin. Aber das ist gleich­zei­tig ein gro­ßer Reiz“, be­ton­te der neun­ma­li­ge deut­sche Meis­ter. „Wenn wirk­lich al­les per­fekt läuft, ist ein Gold-Wurf noch drin.“

Er ha­be kurz dar­an ge­dacht, nach den Rio­Spie­len so­fort zu­rück­zu­tre­ten, ver­riet Har­ting. Nun ma­che er „Stand jetzt aber bis zur EM 2018 in Berlin wei­ter“. Im Olym­pia­sta­di­on hat­te er 2009 bei den Leicht­ath­le­tik-Welt­meis­ter­schaf­ten sei­nen ers­ten gro­ßen Ti­tel er­kämpft.

Ro­bert Har­ting

Usain Bolt

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