War­um sind er­mä­ßig­te Ti­ckets nicht Stan­dard?

Friedberger Allgemeine - - Augsburg - Nur 30 000 Gäs­te“vom 10. Au­gust:

Be­klagt wird der Rück­gang der Be­su­cher­zah­len beim Stadt­mau­er­fest und ge­sucht wird nach Grün­den da­für. Könn­te es nicht sein, dass es mitt­ler­wei­le bay­ern­weit ge­se­hen ein Über­an­ge­bot an sol­chen „his­to­ri­schen“Fes­ten gibt, die sich fast aus­schließ­lich auf das Mit­tel­al­ter – oder das, was man da­für hält – be­zie­hen? Wä­re nicht im Fall Augs­burgs ein­mal ein Fest mit Schwer­punkt „In­dus­trie­kul­tur des 19. Jahr­hun­derts“und da­mit et­was wirk­lich Neu­es mit mög­li­cher­wei­se Al­lein­stel­lungs­merk­mal denk­bar? Hen­ry K. Ost­berg, Augs­burg

Ge­set­ze auf dem Pa­pier nüt­zen nichts

Zum Ar­ti­kel „Po­li­ti­ker: Kund­ge­bun­gen nur auf Deutsch“: Das ist doch viel zu kurz ge­grif­fen. Wenn die hier in de­mo­kra­ti­scher Frei­heit le­ben­den An­hän­ger von Herrn Er­do­gan glau­ben, dass sie ei­nen Staat im Staat aus­ru­fen kön­nen, Zum Ar­ti­kel „Ab­schied vom So­zi­al­ti­cket“: Ich ver­ste­he nicht, war­um das zu den reichs­ten Län­dern der Welt ge­hö­ren­de Deutsch­land sich da­mit be­fasst, kei­ne er­mä­ßig­ten Ti­ckets an die Är­me­ren mehr zu­zu­schie­ßen. Nicht so rei­che Län­der tun für ih­re Al­ten we­sent­lich mehr dies­be­züg­lich.

Üb­ri­gens, als ich vor drei Jah­ren in Neu­see­land war, konn­ten al­le, ob jung, alt, arm reich, egal – je­der täg­lich kos­ten­los in Auck­land – grö­ßer als Augs­burg – in der Stadt mit dem Bus fah­ren. Au­ßer­halb der Stadt zum Spott­preis. Neu­see­land – ver­gleich­bar in et­wa mit Deutsch­land – nicht Afri­ka – nicht Du­bai. In Auck­land ein­stei­gen, aus­stei­gen, sich beim Bus­fah­rer be­dan­ken – das war’s.

Die er­mä­ßig­ten Ti­ckets zah­len doch die an­de­ren Voll­zah­ler schon mit. An­ton Ley­kam, Augs­burg

Wo­von re­den un­se­re Stadt­rä­te ei­gent­lich?

Zum Ar­ti­kel „In­tel­li­gen­te Am­pel soll Stau ver­mei­den“vom 10. Au­gust: Nun ha­ben wir An­woh­ner der Haun­stet­ter Stra­ße al­so kla­re Er­kennt­nis­se: Wir brau­chen ei­ne in­tel­li­gen­te Am­pel­schal­tung, sonst dro­he Stop-and-go-Ver­kehr, sagt Frau Hein­rich. Frau Scha­ber­tZeid­ler setzt eins drauf: Nur das Tem­po zu re­du­zie­ren, brin­ge noch mehr Lärm und Dreck. Von was re­den die­se Da­men ei­gent­lich? Ha­ben sie ei­ne Ah­nung vom Stra­ßen­ver­kehr und des­sen Aus­wir­kun­gen? Vie­le Fra­gen – und doch nur ei­ne Ant­wort: Je­de Am­pel­schal­tung – grü­ne Wel­le vor­aus­ge­setzt – bringt flie­ßen­den Ver­kehr, wenn sich die Fah­rer an die Ge­schwin­dig­keit hal­ten. Es be­darf kei­ner Ver­mu­tung und hy­po­the­ti­scher An­nah­men. Im Üb­ri­gen emp­feh­le ich un­se­ren Stadt­rä­ten, sich mit Fa­ch­or­ga­nen wie dem ADAC kurz­zu­schal­ten, da­mit fach­lich fun­dier­te Ent­schei­dun­gen ge­trof­fen wer­den. An­ton Fal­len­ba­cher, Augs­burg

Wir freu­en uns über je­de Zu­schrift, die sich mit der Zei­tung und ih­rem In­halt aus­ein­an­der­setzt. Die Ein­sen­der ver­tre­ten ih­re ei­ge­ne Mei­nung. Kür­zun­gen blei­ben in je­dem Fall vor­be­hal­ten.

Fo­to: Sil­vio Wy­szen­grad

Wä­ren die Bür­ger be­reit, für den Neu­bau ei­ner Ele­fan­ten­an­la­ge im Zoo Geld zu spen­den? Vie­le Le­ser plä­die­ren für ei­ne groß an­ge­leg­te Ak­ti­on.

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