An­dau­ern­des Är­ger­nis

Friedberger Allgemeine - - Friedberg - VON THO­MAS GOSSNER Fahr­rad­stän­der gth@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Die Fried­ber­ger In­nen­stadt be­kommt bei Rad­lern schlech­te No­ten. Das hat schon vor drei Jah­ren ei­ne Um­fra­ge der SPD er­ge­ben. Ge­tan hat sich seit­her nichts. Und auch nach dem Grund­satz­be­schluss vom März, neue Radl­stän­der zu be­schaf­fen, hiel­ten sich die Ak­ti­vi­tä­ten of­fen­sicht­lich in Gren­zen. Das ist ein Är­ger­nis, zu­mal die Radl­sai­son ih­ren Ze­nit über­schrit­ten hat und man da­von aus­ge­hen darf, dass sich bis zum Win­ter nicht mehr viel tut.

Ein Är­ger­nis ist aber auch, mit wel­cher Leich­tig­keit die sonst so pin­ge­li­gen Gestal­tungs­vor­schrif­ten für die In­nen­stadt vom Tisch ge­wischt wer­den. Ge­schäfts­leu­te und Gas­tro­no­men, aber auch die Stadt selbst ha­ben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren viel da­zu ge­tan, die Stra­ßen und Plät­ze an­spre­chend zu mö­blie­ren. Die jetzt ins Au­ge ge­fass­ten Ab­stell­mög­lich­kei­ten mö­gen zweck­mä­ßig sein, schön sind sie je­den­falls nicht.

In­so­fern wä­re die Po­li­tik gut da­mit be­ra­ten, das The­ma ein drit­tes und hof­fent­lich letz­tes Mal auf die Ta­ges­ord­nung zu neh­men. Es wird sich doch wohl ein Mo­dell fin­den, das Prak­ti­ka­bi­li­tät und Äs­t­he­tik mit­ein­an­der ver­bin­det. Wenn es mit den Radl­stän­dern heu­er mut­maß­lich eh nichts mehr wird, kann man die Zeit bis zum Früh­jahr auch für ei­ne bes­se­re Ent­schei­dung nut­zen.

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