Wolf­gang Reis holt sich die Kro­ne

Die Kis­sin­ger Meis­ter­schaf­ten blei­ben bis zur letz­ten Par­tie span­nend. Bei der Ju­gend sie­gen Mal­te Bo­len­ski und Fa­bi­an Hart­mann

Friedberger Allgemeine - - Sport - VON LARS LÖBER

Kis­sing Tur­nier­ver­an­stal­ter aller Sport­ar­ten hof­fen, dass ih­re Meis­ter­schafts­be­wer­be bis zum Schluss span­nend blei­ben. Ide­al ist, wenn die Ent­schei­dung über Rang eins und zwei im di­rek­ten Du­ell am letz­ten Spiel­tag fällt.

Ge­nau zu die­ser Kon­stel­la­ti­on kam es bei der Ver­eins­meis­ter­schaft im Schach­klub Kis­sing. In der Schluss­run­de stan­den sich mit Ti­tel­ver­tei­di­ger Ru­pert Pfal­ler und dem acht­ma­li­gen Cham­pi­on Wolf­gang Reis die bei­den Erst­plat­zier­ten ge­gen­über. Reis hät­te ein Un­ent­schie­den zum Tur­nier­sieg ge­reicht, wäh­rend Pfal­ler den gan­zen Punkt be­nö­tigt hät­te. Fol­ge­rich­tig wähl­te Reis ei­ne so­li­de Er­öff­nung und ließ sei­nem Geg­ner kei­ne Ge­le­gen­heit zu über­ra­schen­den Atta­cken. Als Reis dann im Mit­tel­spiel ei­nen Bau­ern ge­wann, war ihm das Re­mis nicht mehr zu neh­men.

Mit sei­ner nun­mehr neun­ten Ver­eins­meis­ter­schaft feh­len Wolf­gang Reis nur noch zwei Cham­pio­na­te, um mit Kis­sings Schach­le­gen­de Hans Hof­mann gleich­zu­zie­hen, der zwi­schen 1967 und 1991 elf­mal er­folg­reich war. Ru­pert Pfal­ler ver­tei­dig­te durch das Re­mis Platz zwei, Drit­ter wur­de Joa­chim Rauss. Auf die Ziel­ge­ra­de ein­ge­bo­gen ist das Tur­nier um den Ver­eins­po­kal, das tra­di­tio­nell im K.-o.-Mo­dus aus­ge­tra­gen wird. Hier gab es im Halb­fi­na­le zwei Über­ra­schun­gen. Zu­erst setz­te sich Die­ter Bu­blies ge­gen den hö­her ein­ge­stuf­ten Micha­el Schwarz durch, da­nach be­zwang Lars Löber den fa­vo­ri­sier­ten Ru­pert Pfal­ler. Im End­spiel will Bu­blies mit den wei­ßen St­ei­nen sei­nen ers­ten Ti­tel klar­ma­chen, für Lars Löber wä­re es nach 2004 der zwei­te Po­kal­sieg. Im Herbst steht dann noch die Ver­eins­meis­ter­schaft im Blitz­schach auf dem Pro­gramm.

Viel ge­bo­ten war auch wie­der bei den Meis­ter­schaf­ten der Ju­gend. In der U12 ge­wann Fa­bi­an Hart­mann al­le Par­ti­en und hol­te sou­ve­rän Gold. Sil­ber ging an Ben Dep­penk­em­per, Qui­rin Bolz si­cher­te sich Bron­ze.

Die U14 und U16 spie­len ein ge­mein­sa­mes Tur­nier, die Aus­wer­tung er­folgt ge­trennt nach Al­ters­klas­sen. Ob­wohl noch nicht al­le Par­ti­en ab­sol­viert sind, steht Mal­te Bo­len­ski be­reits als Meis­ter der U14 fest, ge­folgt von sei­nem Bru­der Thor­ben. In der U16 fällt die Ent­schei­dung über Platz eins und zwei in der Be­geg­nung zwi­schen Ti­tel­ver­tei­di­ger Lu­is Ja­ko­bi und Jo­nas Lang.

Fo­to: Löber

Kis­sings Schach­ju­gend bei der Sie­ger­eh­rung (hin­ten, von links): Jo­nas Lang, Ju­gend­lei­ter Die­ter Bu­blies, Ju­gend­lei­te­rin Il­se Wa­gner, (vor­ne, von links) Mal­te Bo­len­ski, Fa­bi­an Hart­mann, Ben Dep­penk­em­per und Thor­ben Bo­len­ski.

Fo­to: Pe­ter Kleist

Den Kö­nig gilt es im Schach matt zu set­zen.

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