Till Brön­ner liebt das gu­te Le­ben

Friedberger Allgemeine - - Feuilleton - (So­ny)

Es drängt sich die Fra­ge auf: Wie sieht ei­gent­lich das Pu­bli­kum von Till Brön­ner aus? Lau­schen da po­paf­fi­ne Ge­le­gen­heits­hö­rer oder Jaz­zNerds al­ter Prä­gung? Ei­ne Ant­wort wird der er­folg­reichs­te Jazz­mu­si­ker Deutsch­lands selbst kaum lie­fern. „The Good Li­fe“be­wegt sich er­neut zwi­schen al­len Stüh­len: Der 45-Jäh­ri­ge klingt zwar tra­di­tio­nell, schert sich aber nicht die Boh­ne um Tra­di­ti­on. „Sweet Lor­rai­ne“und „Lo­ve Is He­re To Stay“wer­den im Ori­gi­nal von mar­kan­ten Stim­men ge­tra­gen. Dass Brön­ner auch ei­ne hat, wis­sen die Fans. Nun setzt er sie erst­mals re­la­tiv gleich­be­rech­tigt ne­ben der Trom­pe­te ein. In ge­wis­sem Sinn ist die CD aber doch ei­ne Rück­kehr zum „al­ten“Jazz. Im ehe­ma­li­gen Oce­an Way Stu­dio von L.A. sorg­ten Drum­mer Jeff Ha­mil­ton, Bas­sist John Clay­ton und Lar­ry Gol­dings (Pia­no) für me­ga­ent­spann­te West­co­ast-At­mo­sphä­re. Vi­el­leicht ist es die­ser Groo­ve, der an der Gren­ze zur Seicht­heit ent­lang­düm­pelt, den die Leu­te so lie­ben. *****

Till Brön­ner: The Good Li­fe

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