In­nen­stadt wird ge­schwächt

Friedberger Allgemeine - - Friedberg - VON THO­MAS GOSSNER Spar­kas­se gth@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Hand aufs Herz – wann wa­ren Sie zum letz­ten Mal am Schal­ter Ih­rer Bank? Ver­mut­lich dürf­te es schon ei­ni­ge Zeit her sein. In­so­fern lässt es sich ver­mut­lich schon ver­kraf­ten, dass es von Mit­te Sep­tem­ber nur noch Au­to­ma­ten in der Fried­ber­ger Alt­stadt-Ge­schäfts­stel­le der Spar­kas­se gibt.

Aber das ist ja nur ei­ne Sei­te der Me­dail­le. Wer künf­tig di­rekt mit sei­nem Be­ra­ter spre­chen will, der geht zum Spar­kas­sen­platz – und der In­nen­stadt da­mit ver­lo­ren. Das Aus für den per­sön­li­chen Ser­vice am St.-Ja­kobs-Platz be­deu­tet ei­nen wei­te­ren Rück­gang der Be­su­cher­fre­quenz im Zen­trum, den ei­ni­ge Ge­schäfts­leu­te seit der Er­öff­nung der Fach­märk­te un­term Berg im ver­gan­ge­nen Jahr oh­ne­hin be­kla­gen. Oben­drein gibt es noch Ge­dan­ken­spie­le im Rat­haus, im Be­reich des Fi­nanz- und Ge­sund­heits­zen­trums ei­nen zu­sätz­li­chen Wo­chen­markt an­zu­sie­deln, der wei­te­re Kun­den ab­zieht.

Das al­les ist kon­tra­pro­duk­tiv für ei­ne vi­ta­le In­nen­stadt, an der die Kom­mu­nal­po­li­tik ein gro­ßes In­ter­es­se ha­ben müss­te. Es ist an der Zeit, dass sich der Stadt­rat end­lich Ge­dan­ken macht, wie er zur Ab­wechs­lung das Zen­trum ein­mal stär­ken will, als es im­mer nur zu schwä­chen. Und dass er sich end­lich ent­schließt, da­für auch pro­fes­sio­nel­len Rat in An­spruch zu neh­men.

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