Be­trifft: Ve­ga­ne Metz­ge­rei

Friedberger Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „Will­kom­men in der ve­ga­nen Metz­ge­rei“(Wirt­schaft) vom 11. Au­gust: Ge­mäß Du­den wird das Wort Metz­ge­rei mit der Be­deu­tung Flei­sche­rei gleich­ge­setzt. Schon die Über­schrift „ve­ga­ne Metz­ge­rei“ist ein Wi­der­spruch in sich. Wenn schon die­ser La­den „l’her­bi­vo­re“heißt – war­um nimmt man die fran­zö­si­sche Form des Pflan­zen­fres­sers? –, soll­te es auch in der Über­schrift „Pflan­ze­rei“hei­ßen. Nur – wel­cher dem ve­ga­nen Trend fol­gen­de Yup­pie oder Städ­ter geht schon in die Pflan­ze­rei, um 100 Gramm Lu­pi­nen­schei­ben oder Seit­an­brät zu kau­fen. Wer kein Fleisch oder sons­ti­ge tie­ri­sche Pro­duk­te essen möch­te, der soll­te sich kon­se­quen­ter­wei­se auch von den Be­griff­lich­kei­ten tren­nen und auch im Wort­sinn zu sei­ner Le­bens­ein­stel­lung ste­hen und das, was er isst, auch bei sei­nem Na­men nen­nen. Al­les an­de­re ist nur Trend­set­te­rei. Es gibt kei­ne ve­ga­ne Metz­ge­rei! Udo Brickl, Groß­kit­zig­ho­fen

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