Ge­sprä­che ein­frie­ren

Friedberger Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zum Leit­ar­ti­kel „Für Er­do­gans Tür­kei ist in der EU kein Platz“von Wal­ter Rol­ler vom 11. Au­gust: Oh­ne Zwei­fel ge­hört Er­do­gans Tür­kei lang­fris­tig nicht in die EU. Man soll­te die Ge­sprä­che ver­ta­gen und in den Tief­kühl­schrank le­gen, bis sich dort ech­te De­mo­kra­tie ent­wi­ckelt hat. Viel­leicht gibt es in ab­seh­ba­rer Zeit ei­nen Mann an der Spit­ze, der ei­nem Ata­türk äh­nelt.

Er­do­gan schafft sich ja per­ma­nent im­mer wie­der neue Fein­de im ei­ge­nem Land, de­nen er lang­fris­tig nicht ge­wach­sen sein könn­te. Bei den Ver­hand­lun­gen in Russ­land hör­te man, dass er mit ei­ner fast un­ter­wür­fi­gen Spra­che an­trat, die bei sei­ner Men­ta­li­tät zu Hau­se an­ders aus­fällt. Wir soll­ten den De­al mit den Flücht­lin­gen von uns aus nicht auf­lö­sen, wenn er sei­ne Ver­pflich­tun­gen er­füllt. Er­do­gan braucht die EU mehr als Russ­land, au­ßer­dem ist es bes­ser, wenn die Flücht­lin­ge in der Nä­he ih­rer Her­kunfts­län­der blei­ben, um bei Kriegs­en­de ih­re Hei­mat wie­der auf­zu­bau­en, was schwie­ri­ger wird, wenn die Asy­lan­ten weit von ih­rer Hei­mat le­ben. Ru­dolf Minks, Pfron­ten

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