Ra­sen­mäh-Ro­bo­ter ge­fähr­den Igel

Na­tur­schüt­zer sind alar­miert

Friedberger Allgemeine - - Bayern -

Hil­polt­stein Ra­sen­mäh-Ro­bo­ter sind laut Na­tur­schutz-Ex­per­ten ei­ne erns­te Ge­fahr für Igel und wei­te­re Gar­ten­tie­re wie Blind­schlei­chen, Am­phi­bi­en und In­sek­ten. In den Igel­sta­tio­nen wür­den im­mer mehr Tie­re, die durch elek­tri­sche Gar­ten­ge­rä­te ver­letzt wur­den, ab­ge­ge­ben, teil­te der Lan­des­bund für Vo­gel­schutz (LBV) in Hil­polt­stein mit.

Da die Ra­sen­mäh-Ro­bo­ter laut Be­die­nungs­an­lei­tung nicht un­be­auf­sich­tigt im Bei­sein von Kin­dern und Haus­tie­ren lau­fen soll­ten, wür­den sie vor al­lem wäh­rend der Nacht ein­ge­setzt. Da­her sei­en haupt­säch­lich Igel und an­de­re nacht­ak­ti­ve Tie­re durch die ra­sen­mä­hen­den Ro­bo­ter be­trof­fen.

Doch nicht nur die Igel und an­de­re Klein­tie­re sei­en ge­fähr­det, auch die Ar­ten­viel­falt wer­de durch die Ro­bo­ter­mä­her be­droht, er­klärt Mar­ti­na Geh­ret, LBV-Pro­jekt­be­auf­trag­te für „Igel in Bay­ern“. Die kurz­ge­mäh­ten Ra­sen bö­ten den Igeln, de­ren Haupt­le­bens­raum die Gär­ten sind, kei­ne aus­rei­chen­de Le­bens­grund­la­ge mehr. Sie müss­ten dann ei­ne län­ge­re und ge­fähr­li­che­re Nah­rungs­su­che auf sich neh­men und könn­ten sich nicht ge­nü­gend Fett­re­ser­ven für den Win­ter­schlaf an­fres­sen. Ins­ge­samt hat Bay­ern laut Mit­tei­lung des LBV ei­ne Pri­vat­gar­ten­flä­che in der Grö­ße von 150000 Fuß­ball­fel­dern.

Fo­to: dpa

Ra­sen­mäh–Ro­bo­ter ge­fähr­den nacht­ak­ti­ve Tie­re wie den Igel.

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