Popp & Co. wol­len nach Rio

Im Halb­fi­na­le heu­te war­tet Ka­na­da

Friedberger Allgemeine - - Olympische Spiele 2016 -

Be­lo Ho­ri­zon­te Jetzt gilt es! Auf dem Weg ins er­sehn­te Olym­pia-Fi­na­le im le­gen­dä­ren Ma­ra­canã-Sta­di­on wol­len sich die deut­schen Fuß­bal­lFrau­en auch von Ka­na­da nicht auf­hal­ten las­sen. „Wir müs­sen mehr als 100 Pro­zent ge­ben, da­mit wir den Fi­nal­ein­zug schaf­fen“, sag­te die frisch ge­kür­te Fuß­bal­le­rin des Jah­res Alex­an­dra Popp. Die Aus­zeich­nung als bes­te Spie­le­rin der ver­gan­ge­nen Sai­son soll die Stür­me­rin vom Po­kal­sie­ger VfL Wolfs­burg heu­te (21 Uhr MESZ) in Be­lo Ho­ri­zon­te be­flü­geln. Schon vor Tur­nier­be­ginn hat­ten sich die DFB-Frau­en dar­auf ein­ge­schwo­ren, erst­mals in der Olym­pia-Ge­schich­te das Fi­na­le zu er­rei­chen. Doch die Hür­de ist hoch. In der Vor­run­de zog der Eu­ro­pa­meis­ter ge­gen die Nord­ame­ri­ka­ne­rin­nen mit 1:2 den Kür­ze­ren. „Man kann auf je­den Fall von ei­ner Re­van­che spre­chen“, be­ton­te Popp da­her. Den Aus­gang hält sie für völ­lig of­fen, denn: „Wir ha­ben uns seit der Grup­pen­pha­se ge­stei­gert.“

Das liegt vor al­lem an dem ge­sun­den Bin­nen­kli­ma in der Mann­schaft, die ab­seits des Ra­sens bis­her oft bes­ser har­mo­nier­te als auf dem Spiel­feld. „Wir sind ein rich­tig gu­tes Team. Wir sind schon so lan­ge zu­sam­men un­ter­wegs und tei­len un­ser Le­ben.“, be­rich­te­te Popp. So wur­den auch die kri­ti­schen Tur­nier­pha­sen nach dem 2:2 ge­gen Aus­tra­li­en und dem 1:2 ge­gen Ka­na­da in der Vor­run­de über­stan­den. „Wir er­in­nern uns in schwie­ri­gen Si­tua­tio­nen an un­se­re Stär­ken, er­zähl­te die 25-Jäh­ri­ge. Sport­lich ver­fol­gen oh­ne­hin al­le das ei­ne Ziel – Gold. Das wä­re für Bun­des­trai­ne­rin Sil­via Neid das schöns­te Ab­schieds­ge­schenk. Die 52-Jäh­ri­ge wirkt bei ih­rem letz­ten Tur­nier sehr ent­spannt, lässt ih­ren Spie­le­rin­nen viel Frei­raum. „Es wä­re wun­der­schön, mit ei­ner Gold­me­dail­le heim­zu­keh­ren“, hat­te sie schon vor der Abrei­se an den Zu­cker­hut er­klärt. „Aber ich be­wer­te mei­ne Kar­rie­re nicht nach ei­nem Olym­pia­sieg.“

Fo­to: im­a­go

Deut­scher Ham­pel­mann: Chris­toph Har­ting fei­er­te die Gold­me­dail­le im Dis­kus­wer­fen, nicht nur zum Er­stau­nen sei­ner bei­den Kon­kur­ren­ten Piotr Ma­la­chow­ski (Po­len, li.) und Da­ni­el Jas­in­ski (Deutsch­land), auf ei­gen­tüm­li­che Wei­se. „Es ist schwer, zur Na­tio­nal­hym­ne zu tan­zen“, ent­schul­dig­te sich der 26-Jäh­ri­ge hin­ter­her.

Alex­an­dra Popp

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