Das Der­by sorgt für Unterhaltung

In der Nach­spiel­zeit ju­belt der Kis­sin­ger SC. Dem SV Me­ring rei­chen drei Mül­ler-To­re nicht

Friedberger Allgemeine - - Friedberg - VON RO­LAND GOTTWALD

Kis­sing Der­byti­me in Kis­sing – und bei­de Mann­schaf­ten tru­gen ih­ren Teil zu ei­nem un­ter­halt­sa­men Spiel bei. Die 320 Zu­schau­er brauch­ten ihr Kom­men nicht zu be­reu­en, sa­hen sie doch pa­cken­den Fuß­ball und sechs To­re, wo­bei das letz­te in der Nach­spiel­zeit na­tür­lich vor al­lem die KSC-Fans ent­zück­te.

Es war wohl ei­ner der bes­ten Der­bys der letz­ten Jah­re. Wenn auch die Me­rin­ger spie­le­risch ei­nen Tick bes­ser wa­ren, ist das 3:3-Re­mis doch auf­grund der kämp­fe­ri­schen Kom­po­nen­te der Gast­ge­ber als ge­recht zu be­zeich­nen. Wenn man nach ei­nem 1:3 ge­gen ei­nen re­nom­mier­ten Geg­ner noch so zu­rück­kommt, wie die jun­ge Kis­sin­ger Trup­pe, dann hat man sich et­was Zähl­ba­res ver­dient. Me­ring do­mi­nier­te in ei­nem von Be­ginn an gu­ten Spiel, doch Kis­sing ver­stand es im­mer wie­der, die wa­cke­li­ge Ab­wehr des Geg­ners zu über­spie­len. Pe­tro­vic steck­te den Ball auf Jo­nas Gottwald durch und der er­ziel­te die 1:0-Füh­rung für den KSC (13.). Aber der Aus­gleich ließ nicht lan­ge auf sich war­ten. Zu­nächst ver­pass­ten Freund und Feind im KSCS­traf­raum die Her­ein­ga­be von Schön, dann star­te­te Wiedemann ein Kon­ter, der Ball kam zu Ma­nu­el Mül­ler und der traf in der 21. Mi­nu­te zum 1:1. Un­mit­tel­bar da­vor hat­te Gottwald das 2:0 auf dem Fuß ge­habt, war aber an Me­rings Tor­hü­ter Hol­len­zer ge­schei­tert. Auch sein Dreh­schuss in der 43. Mi­nu­te ver­fehl­te das Tor knapp. Zu die­sem Zeit­punkt lag der Kis­sin­ger SC aber schon mit 1:2 zu­rück – wie­der war Ma­nu­el Mül­ler er­folg­reich. Kis­sing spiel­te oh­ne den Ball zum Tor­hü­ter zu­rück, des­sen Ab­schlag lan­de­te beim Geg­ner und die im Vor­wärts­gang be­find­li­che KSC-Ab­wehr hat­te in der 31. Mi­nu­te ge­gen Ma­nu­el Mül­ler das Nach­se­hen.

In der zwei­ten Halb­zeit wur­de das Spiel et­was Nick­li­ger, aber nicht un­fair. Die ers­te gu­te Chan­ce im zwei­ten Spiel­ab­schnitt hat­te der Kis­sin­ger SC. Gottwald spiel­te aber, an­statt selbst den Ab­schluss zu su­chen, den Ball quer auf den mit­ge­lau­fe­nen Tol­ga Yil­diz. Der kam aber nicht an den un­prä­zi­sen Ball und die Chan­ce war da­hin. Statt­des­sen klin­gel­te es auf der an­de­ren Sei­te – und wie­der war Ma­nu­el Mül­ler der Voll­stre­cker. Der er­ziel­te nach 67 Mi­nu­ten mit sei­nem drit­ten Tref­fer das 3:1 für den Gast. Aber Kis­sings stärks­te Waf­fe ist die Moral. KSC-Coach Vla­di­mir Ma­nis­la­vic wech­sel­te mit Horak und Ce­lik of­fen­siv und Letz­te­rer er­ziel­te mit ei­nem tol­len Drop­kick von der Straf­raum­gren­ze ins lan­ge Eck den 1:2-An­schluss­tref­fer (70.).

Da­ni­el Sedl­meir muss­te zwei­mal in Fol­ge in höchs­ter Not ge­gen Ker­ber ret­ten. Beim ers­ten Ver­such blieb er ganz lan­ge ste­hen und wehr­wirk­lich te ab (82.), beim nächs­ten Ver­such ge­gen den glei­chen Spie­ler konn­te er den Ball zu­min­dest so weit ab­brem­sen, dass Si­di­ro­pou­los noch vor der Li­nie klä­ren konn­te (89.).

Im Ge­gen­zug sah Kre­bold die Gelb-Ro­te Kar­te und Kis­sing nutz­te dies aus. Den Frei­stoß von Alex Ker­gel setz­te An­ge­lo Ce­na per Kopf zum viel um­ju­bel­ten und ver­dien­ten 3:3-Aus­gleich in die Ma­schen (90.+1). Kis­sing Sedl­meir, Wr­ba, Si­di­ro­pou­los, Lang, Ra­jc (67. Ce­lik), Ce­na, Yil­diz (75. Q. Sprin­ger), Pe­tro­vic (67. Horak), Gottwald, Ber­gl­meir, Ker­gel – Me­ring Hol­len­zer, Kre­bold, Stoi­ber, Go­ce­vic, Bau­er, Wiedemann, Drevs (75. Lom­ba­ya), Ro­den­wald, Mül­ler, Ker­ber, Schön – To­re 1:0 Gottwald (13.), 1:1 Mül­ler (21.), 1:2 Mül­ler (31.), 1:3 Mül­ler (66.), 2:3 Ce­lik (69.), 3:3 Ce­na (90.+1) – Gelb-Rot Kre­bold (MSV/ 89.) – Zu­schau­er 320 – Schieds­rich­ter Jo­han­nes May­er (SG In­gol­stadt)

Fo­to: kol­bert-press

Pa­cken­de Zwei­kämp­fe, pa­cken­de Sze­nen und sechs To­re. Das Der­by zwi­schen Kis­sing (links Fran­ko Ber­gl­meir) und Me­ring (rechts Ni­k­las Bau­er) bot al­les, was man sich von ei­nem Fuß­ball­spiel wünscht. Am En­de teil­ten sich die Kon­tra­hen­ten beim 3:3 die Punk­te.

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