Iri­sches IOC-Mit­glied ver­haf­tet

Hi­ckey soll Ti­ckets schwarz ver­kauft ha­ben. Was ihm droht

Friedberger Allgemeine - - Olympische Spiele 2016 -

Rio de Janei­ro Dem In­ter­na­tio­na­len Olym­pi­schen Komitee droht nach der Fest­nah­me ei­nes füh­ren­den Mit­glieds we­gen des Ver­dachts von Schwarz­markt­ge­schäf­ten mit Ti­ckets ein schwe­rer Ima­ge­scha­den. Die Po­li­zei nahm am Mitt­woch den Iren Patrick Hi­ckey, auch Prä­si­dent des Na­tio­na­len Olym­pi­schen Ko­mi­tees, in ei­nem Ho­tel in Rio de Janei­ro fest. Auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz er­klär­ten die Be­hör­den, sie hät­ten Hin­wei­se, dass der 71-jäh­ri­ge Hi­ckey in il­le­ga­le Ver­käu­fe über­teu­er­ter Ein­tritts­kar­ten ver­wi­ckelt sei. Es sei­en be­las­ten­de Emails ge­fun­den wor­den. In ei­ner knap­pen Re­ak­ti­on er­klär­te das IOC da­zu: „Es gilt wei­ter die Un­schulds­ver­mu­tung.“

An­ge­sichts der An­schul­di­gun­gen lässt der ehe­ma­li­ge Ju­do­ka Hi­ckey sei­ne olym­pi­schen Äm­ter ru­hen, bis der Fall auf­ge­klärt ist. Der Ire ist seit 2012 Mit­glied der IOC-Exe­ku­ti­ve, der ein­fluss­rei­chen Füh­rungs­spit­ze, und zu­dem Prä­si­dent der wich­ti­gen Ver­ei­ni­gung der Na­tio­na­len Olym­pi­schen Ko­mi­tees Eu­ro­pas (EOC) so­wie Vi­ze­chef der Ver­ei­ni­gung der Na­tio­na­len Olym­pi­schen Ko­mi­tees (ANOC). Über den Schritt in­for­mier­te das iri­sche NOK of­fi­zi­ell das IOC.

Hi­ckeys Olym­pia-Ak­kre­di­tie­rung und ein Flug­ti­cket wur­den nach Po­li­zei­an­ga­ben be­schlag­nahmt. Laut Po­li­zei ist auf Ba­sis neu­er Be­wei­se Un­ter­su­chungs­haft an­ge­ord­net wor­den. Soll­te sich der Ver­dacht er­här­ten, dro­hen ihm bis zu sie­ben Jah­re Haft.

Die Po­li­zei ver­mu­tet, dass Hi­ckey mit zwei an den Schie­be­rei­en be­tei­lig­ten Fir­men in Kon­takt ste­he. Un­ter an­de­rem sei­en Prei­se von 8000 Dol­lar (et­wa 7100 Eu­ro) für ein Be­suchs­pa­ket zur Er­öff­nungs­fei­er in Rio ver­langt wor­den.

Patrick Hi­ckey

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