Die Stadt steht un­ter Zug­zwang

Friedberger Allgemeine - - Augsburg - VON NI­CO­LE PRESTLE Thea­ter­sa­nie­rung nip@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

In we­ni­gen Wor­ten auf den Punkt ge­bracht, ist es so: Die Stadt­spit­ze be­auf­tragt ei­nen Gut­ach­ter, weil sie un­ter Zug­zwang steht. Sie muss den Bür­gern ih­re Glaub­wür­dig­keit be­wei­sen. Denn die wur­de in der De­bat­te um die Sa­nie­rung schon oft in­fra­ge ge­stellt. Der Vor­wurf, den der Bau­sach­ver­stän­di­ge Rö­se­ner er­hebt, wiegt am schwers­ten: Die Stadt ha­be das Thea­ter zu früh ge­schlos­sen und dem Steu­er­zah­ler da­mit Aus­ga­ben in Mil­lio­nen­hö­he be­schert. Die Bür­ger re­agie­ren auf sol­che An­schul­di­gun­gen zu­recht mit Arg­wohn und Wut – ei­ne schlech­te Stim­mungs­la­ge, soll­te es im Herbst zu­ei­ne­mBür­ger­ent­scheid­kom­men. Ober­bür­ger­meis­ter Gribl muss al­so dar­an ge­le­gen sein, die Vor­wür­fe schnell und nach­hal­tig aus­zu­räu­men. Denn wür­de das Mil­lio­nen­pro­jekt von den Bür­gern ge­kippt, wä­re dies die zwei­te Nie­der­la­ge nach der ge­schei­ter­ten Stadt­wer­ke-Ener­gie-Fu­si­on.

Schon jetzt ist ab­seh­bar, dass sich die Thea­ter­sa­nie­rung durch die neue Wen­dung ver­zö­gert: Bis das Er­geb­nis des TÜV vor­liegt, kann die Stadt kei­ne Ver­trä­ge für Über­gangs­spiel­stät­ten un­ter­schrei­ben. Da das Gut­ach­ten Geld kos­tet, wird das Pro­jekt zu­dem teu­rer. Den Sa­nie­rungs­kri­ti­kern spielt bei­des in die Hän­de: Sie ge­win­nen Zeit und Ar­gu­men­te, um wei­ter Un­ter­schrif­ten ge­gen das Pro­jekt zu sam­meln.

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