Me­ring zit­tert sich zum Sieg

Auch ge­gen das Schluss­licht aus Ehe­kir­chen tut sich der MSV ziem­lich schwer

Friedberger Allgemeine - - Sport - VON JÖRG DANOWSKI

Me­ring Mit ei­nem wack­li­gen 1:0 hol­te sich der SV Me­ring den er­sehn­ten Heim­drei­er. Aber sie mach­ten es ih­ren Fans mal wie­der nicht ein­fach, die Ki­cker des SV Me­ring. Am gest­ri­gen Sonn­tag­nach­mit­tag hol­ten die Me­rin­ger den ge­for­der­ten ers­ten Drei­er auf hei­mi­schen Platz ge­gen die Gäs­te vom FC Ehe­kir­chen. Lan­ge 90 Mi­nu­ten la­gen da den Me­rin­gern schon in den Bei­nen und letzt­lich konn­ten sie sich nach ei­nem kampf­be­ton­ten Spiel ge­gen lei­den­schaft­li­che Gäs­te über den Sieg freu­en.

Me­rings Coach Sa­scha Möl­ders brach­te es nach dem Spiel auf den Punkt: „Das war ein schwe­res Spiel. Der Geg­ner hat Qua­li­tät, das ha­ben sie ge­zeigt und die ent­spre­chen­de Här­te an den Tag ge­legt. Ehe­kir­chen hat uns das Le­ben schwer ge­macht. Un­ter dem Strich muss man sa­gen, es war ein Ar­beits­sieg und ich bin froh, dass wir das Tor mach­ten.“

Vie­le Fehl­päs­se und kampf­be­ton­te Gäs­te aus Ehe­kir­chen be­rei­te­ten den Me­rin­gern dann doch im­mer wie­der Kopf­zer­bre­chen. Zwar hat­te sich der MSV we­sent­lich mehr Ab­schlüs­se er­spielt als der Ta­bel­len­letz­te, doch muss­ten die MSV-Zu­schau­er lan­ge auf den er­sehn­ten Füh­rungs­tref­fer war­ten. Vor­her schei­ter­ten die MSV-Ki­cker an der geg­ne­ri­schen Ab­wehr, zwei­mal war dann noch die Lat­te mit da­bei oder sie setz­ten ih­re An­grif­fe knapp ne­ben das Ehe­kirch­ner Tor. Im­mer wie­der konn­ten die Me­rin­ger ih­re An­grif­fe nicht wirk­lich zu En­de spie­len und gin­gen lan­ge leer aus.

Und dann kam sie doch noch – die er­lö­sen­de 74. Mi­nu­te. Nach ei­ner Frei­sto­ßent­schei­dung für den MSV 30 Me­ter vor dem Tor mach­te es Do­mi­nik Schön: Er führ­te den Frei­stoß schnell aus, zu schnell für die Ehe­kirch­ner Ab­wehr, und steckt den Ball steil auf Ha­rald Ker­ber. Und der bis da­hin glück­lo­se Me­rin­ger An­grei­fer mach­te es dann rich­tig gut und un­halt­bar für Ehe­kir­chens Schluss­mann schlug der Ball zum 1:0 im Netz ein. Den­noch war es die man­geln­de Chan­cen­ver­wer­tung und dann im­mer wie­der auch Wack­ler in der Ab­wehr, die die Ner­ven der Fans stra­pa­zie­ren. Und auch die von Trai­ner Sa­scha Möl­ders: „Wir woll­ten un­ser Pass­spiel durch­drü­cken und das ha­ben wir nicht ge­schafft. Es wa­ren die ein­fa­chen Bäl­le, die wir nicht an den Mann ge­bracht ha­ben. Wenn die an­ka­men, sind uns die Bäl­le ein­fach zu weit vom Fuß ge­sprun­gen – das war nicht gut.“

In der zwei­ten Halb­zeit sei es ein­fach dar­um ge­gan­gen, den Kampf an­zu­neh­men. „Und das ha­ben wir ge­tan – und zum Glück auch das Tor ge­macht“, so der Pro­fi.

Fakt ist: Der ers­te Heim­sieg der lau­fen­den Sai­son ist ein­ge­fah­ren, Sa­scha Möl­ders war froh: „Beim Tor ha­ben wir uns cle­ver an­ge­stellt und end­lich mal schnell ge­spielt. Wir haMe­rin­ger ben ein­fach zu we­nig Chan­cen her­aus­ge­spielt. Aber am En­de bin ich ein­fach glück­lich, dass wir die drei Punk­te ge­holt ha­ben.“Me­ring S. Hol­len­zer, Stoi­ber, Go­ce­vic, Bau­er (72. Kre­bold), Wie­de­mann, Drevs (57. Lom­ba­ya), Ro­den­wald, Reich (46. Ober­mey­er), Mül­ler, Ker­ber, Schön - Tor 1:0 Ker­ber (74.) – Schieds­rich­ter Phil­ipp Rank (Mün­chen)

Fo­to: kol­bert-press

Wie­der ein­mal lie­ßen die Me­rin­ger Fuß­bal­ler ei­ni­ges an Tor­mög­lich­kei­ten lie­gen – auch die­se Chan­ce von Alex­an­der Reich (rechts) brach­te nichts ein. Er schei­ter­te an Ehe­kir­chens Kee­per Micha­el Daf­ner. Mit ei­nem hauch­dün­nen 1:0 schaff­te der MSV ge­gen das Schluss­licht den ers­ten Heim­sieg.

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