Nach der Mau­er die Zäu­ne

Friedberger Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Eben­falls da­zu: Die Mau­er in Berlin ha­ben wir mit viel Glück und Geld er­folg­reich ab­ge­ris­sen. Jetzt aber kom­men die Zäu­ne, Wirt­schafts­gip­fel El­mau, Stuttgart 21, Wiesn 2016 und im Win­ter viel­leicht schon Toll­wood 2016. Die Kos­ten die­ses Süd­west­Walls wer­den na­tür­lich auf Es­sen und Ge­trän­ke um­ge­legt. Die Angst sitzt tief beim deut­schen Volk und sie ist all­ge­gen­wär­tig. Schuld dar­an ist un­se­re fal­sche Po­li­tik – viel re­den, aber nichts be­we­gen. Franz Würth, Fi­schach

In Ver­ant­wor­tung vor Gott

Zu „Kein Kopf­tuch auf der Rich­ter­bank“(Sei­te 1) vom 11. Au­gust und Le­ser­brie­fen da­zu: Das Grund­ge­setz mit der Prä­am­bel: „In Ver­ant­wor­tung vor Gott und den Men­schen“gilt rechts­staat­lich in vol­ler Reich­wei­te (in­klu­si­ve der Prä­am­bel). Al­le Ge­set­ze ver­kör­pern ein Mi­ni­mum an Moral im Rah­men un­se­rer frei­heit­li­chen Rechts­ord­nung. Die Jus­tiz ist laut Grund­ge­setz die­sem Rechts­rah­men ver­pflich­tet. Das christ­li­che Kreuz als Sinn­bild/Sym­bol un­se­rer abend­län­di­schen Kul­tur und Tra­di­ti­on steht rechts­po­li­tisch im Sin­ne der ge­for­der­ten Recht­spre­chung zur Gleich­be­hand­lung der Re­li­gio­nen kei­nes­falls ent­ge­gen. Die Un­par­tei­lich­keit ei­nes schwei­gen­den Hei­lands am Kreuz im Ge­richts­saal ist nicht zur Dis­po­si­ti­on zu stel­len, wenn laut Grund­ge­setz nach Recht und Ge­setz für ei­ne neu­tra­le Jus­tiz Stel­lung be­zo­gen wird. Die Rich­ter ent­schei­den in der Sa­che un­par­tei­lich. An­ton Vog­ges­ser, Ober­günz­burg

Wie pein­lich

Zu „Lam­mert sorgt sich um An­se­hen des Bun­des­tags“(Po­li­tik) vom 20. Au­gust: Da ist Prä­si­dent Lam­mert, dem obers­ten Hü­ter von Moral und Tu­gend im Deut­schen Bun­des­tag, doch tat­säch­lich ein nicht be­stell­ter Lu­xus­fül­ler zu­ge­lau­fen. Wie pein­lich, denn nun sitzt er im Glas­haus und kann kei­ne St­ei­ne auf die­je­ni­gen Ab­ge­ord­ne­ten wer­fen, de­nen das glei­che Miss­ge­schick pas­siert ist! Her­bert Bie­der­mann, Kirch­dorf

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