At­ten­tä­ter war kein Kind, vie­le Op­fer wa­ren Kin­der

Friedberger Allgemeine - - Politik -

Die tür­ki­sche Re­gie­rung hat An­ga­ben zur mög­li­chen Iden­ti­tät des At­ten­tä­ters von Ga­zi­an­tep zu­rück­ge­nom­men. „Wir ha­ben kei­ne Ah­nung, wer hin­ter der Atta­cke steckt“, sag­te der tür­ki­sche Re­gie­rungs­chef Bi­na­li Yil­di­rim ges­tern über den töd­li­chen An­schlag auf ei­ne kur­di­sche Hoch­zeits­fei­er. Frü­he­re Berichte, dass es sich bei dem At­ten­tä­ter um ein Kind han­del­te und der IS da­hin­ter­steck­te, sei­en „lei­der nicht rich­tig“– und da­mit auch die tags dar­auf von Prä­si­dent Er­do­gan er­ho­be­nen Be­schul­di­gun­gen. Bei dem An­schlag wa­ren am Sams­tag­abend im Süd­os­ten der Tür­kei 54 Men­schen ge­tö­tet wor­den. Noch im­mer, so be­rich­te­te der Fern­seh­sen­der ges­tern, wür­den 66 Ver­letz­te in ver­schie­de­nen Kran­ken­häu­sern be­han­delt. Vie­le der bei dem An­schlag Ge­tö­te­ten wa­ren nach An­ga­ben der tür­ki­schen Be­hör­den Kin­der oder Ju­gend­li­che: 29 von 44 iden­ti­fi­zier­ten To­ten sei­en un­ter 18 Jah­re alt. Be­kannt hat sich bis­her nie­mand zu dem At­ten­tat.

Zer­stör­tes Kul­tur­er­be: An­ge­klag­ter be­kennt sich

Im his­to­ri­schen Pro­zess um die Zer­stö­rung des Unesco-Welt­kul­tur­er­bes in Ma­li hat der An­ge­klag­te ein um­fas­sen­des Schuld­be­kennt­nis ab­ge­legt. Er sei für die Ver­nich­tung der jahr­hun­der­te­al­ten re­li­giö­sen Bau­wer­ke in Tim­buk­tu ver­ant­wort­lich, sag­te der mut­maß­li­che Dschi­ha­dist Ah­mad al-Faqi al-Mah­di ges­tern vor dem In­ter­na­tio­na­len Straf­ge­richts­hof in Den Haag. „Ich be­reue mei­ne Tat zu­tiefst und bit­te um Ver­ge­bung“, sag­te er. Es ist das ers­te Mal, dass ein An­ge­klag­ter vor dem Welt­straf­ge­richt sei­ne Schuld zu­gibt. Im Som­mer 2012 hat­te die Dschi­ha­dis­ten-Mi­liz An­sar Di­ne, die mit Al-Kai­da ver­bün­det ist, die Wüs­ten­stadt Tim­buk­tu im west­afri­ka­ni­schen Ma­li über­rannt und mit­tel­al­ter­li­che Hei­li­gen­grä­ber und ei­ne Mo­schee zer­stört.

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