Wie viel trinkt ein Ka­mel?

Friedberger Allgemeine - - Mensch & Tier -

Augs­burg Hit­ze, Staub, kaum Was­ser­quel­len und weit und breit nur Sand. Ein Ka­mel muss sehr wi­der­stands­fä­hig sein, um in der Wüs­te bei Tem­pe­ra­tu­ren von bis zu 50 Grad plus über­le­ben zu kön­nen. Doch die Tie­re sind zäh und kön­nen sich an ih­re Um­ge­bung an­pas­sen. Wenn es ein­mal ein paar Ta­ge nichts zu trin­ken gibt, ist es für das Ka­mel auch kein Pro­blem. Denn es kann so­gar wo­chen­lang oh­ne Was­ser aus­kom­men – selbst un­ter der sen­gen­den Wüs­ten­son­ne.

Wenn aber ein durs­ti­ges Ka­mel an ei­ne Was­ser­quel­le kommt, kann es in nur 15 Mi­nu­ten 200 Li­ter Was­ser auf­neh­men. Im Ver­gleich: Der Mensch trinkt zwei bis drei Li­ter am Tag. Und das Ka­mel stillt nicht nur sei­nen Durst, es sorgt gleich­zei­tig vor. Das Was­ser wird in drei Vor­mä­gen mit 800 gro­ßen Spei­cher­zel­len ein­ge­la­gert und steht dann bis zu vier Wo­chen zur Ver­fü­gung. Auch die ro­ten Blut­kör­per­chen des Ka­mels kön­nen sich auf das 200fa­che auf­blä­hen, um dort Flüs­sig­keit zu spei­chern.

Sei­ne Nüs­tern sind zu­dem ver­schließ­bar, so­dass beim At­men kei­ne Flüs­sig­keit ver­lo­ren­geht.

Ein Irr­glau­be ist da­ge­gen, dass das Ka­mel das Was­ser in sei­nen Hö­ckern la­gert. Die­se sind rei­ne Fettspei­cher.

Fo­to: dpa

Ka­me­le ver­lie­ren beim At­men kei­ne Flüs­sig­keit.

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