Ab­grün­dig, die­se Mu­sik

Die Mad Cad­dies in der Kan­ti­ne

Friedberger Allgemeine - - Feuilleton Regional -

Die Band aus dem son­ni­gen Ka­li­for­ni­en sorg­te mit ei­ner Mi­schung aus Reg­gae und Ska, aus Punk­rock und Pol­ka in der Kan­ti­ne da­für, dass das Pu­bli­kum 90 Mi­nu­ten gut in Be­we­gung war. Vor den Mad Cad­dies ging zu­nächst das Lands­ber­ger Punk­rock-Trio Ibra­him Läs­sing auf die Über­hol­spur und gab 40 Mi­nu­ten lang Voll­gas.

Die Mad Cad­dies hat­ten sich kurz­fris­tig auf die Klub­show in Augs­burg ein­ge­las­sen. Ein Glück für die Kon­zert­gän­ger, der An­drang war hoch. Hoch war auch das Tem­po der trei­ben­den Rhyth­men, da­zu ka­men schrä­ge Blä­ser­sät­ze und wil­de Gi­tar­ren­riffs. Wäh­rend­des­sen brach­te der Front­mann und Sän­ger Chuck Ro­bert­son sei­ne Bot­schaft un­ters Volk: von der Angst vor und dem Un­ver­ständ­nis für At­ten­ta­te in „Souls For Sale“und den ma­ni­pu­lier­ten Wahr­hei­ten der In­for­ma­ti­ons­trä­ger in „Vil­lains“. Kei­ne leich­ten The­men, die aber mu­si­ka­lisch schwe­re­los da­her­ka­men, weil sie so ein­gän­gig dar­ge­bo­ten wur­den. Die Schre­cken der Welt, ver­packt in bun­te, glit­zern­de Bon­bon-Pa­pier­chen.

Die Fans fei­er­ten ih­re ka­li­for­ni­schen Hel­den, nah­men die gu­te Lau­ne, die die Mu­sik der Mad Cad­dies aus­strahl­te, in sich auf und tanz­ten aus­ge­las­sen zur Dar­bie­tung des Sex­tetts, das bis auf ei­nen Mu­si­ker aus der Ur­be­set­zung von 1995 be­stand.

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