Traum­job mit bö­sem Er­wa­chen

Friedberger Allgemeine - - Campus Augsburg - Nied­ri­ge Ein­stiegs­ge­häl­ter VON EVA MA­RIA KNAB eva-ma­ria.knab@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Frü­her dräng­ten El­tern ih­re Kin­der, ei­nen Brot­be­ruf zu ler­nen, mit dem man zu­ver­läs­sig Geld ver­die­nen kann. Heu­te su­chen jun­ge Leu­te nach ih­rem Traum­be­ruf, in dem sie sich selbst ver­wirk­li­chen kön­nen. Doch was ist, wenn aus dem Traum­job ein Alb­traum wird, weil man fi­nan­zi­ell ein­fach nicht auf die Fü­ße kommt? Abitu­ri­en­ten soll­ten die­sen Ge­dan­ken vor der Wahl ei­nes Be­rufs oder Stu­di­ums mit in ih­re Über­le­gun­gen ein­be­zie­hen. Die Er­fah­rung zeigt: So­lan­ge man jung und un­ab­hän­gig ist, kann man ganz gut mit we­nig Geld aus­kom­men. Nied­ri­ge Ge­häl­ter und schlech­te Aus­sich­ten auf ei­ne Fest­an­stel­lung in ei­ni­gen Bran­chen kön­nen Be­trof­fe­ne im Lauf des Be­rufs­le­bens aber zu­neh­mend zer­mür­ben. Noch schwie­ri­ger wird es, wenn man oh­ne aus­rei­chen­de fi­nan­zi­el­le Re­ser­ven ei­ne Fa­mi­lie grün­den und Wohn­ei­gen­tum er­wer­ben will. Wenn das Ein­kom­men auf Dau­er nicht stimmt, kann es im Traum­be­ruf ein bö­ses Er­wa­chen ge­ben.

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