Acker­mann­brü­cke: Ein­sturz-Ur­sa­che bleibt un­klar

Friedberger Allgemeine - - Augsburg -

Sie­ben Wo­chen nach dem Ein­sturz der Acker­mann-Brü­cke mit drei Ver­letz­ten ist die Ur­sa­che des Un­glücks wei­ter un­klar. Die al­te Brü­cke über die Wertach war An­fang Ju­li im Zu­ge der Ab­bruch­ar­bei­ten samt zwei­er Ar­bei­ter und ei­nem Bag­ger ein­ge­stürzt. Die Ar­bei­ter, 46 und 53 Jah­re alt, be­fan­den sich auf dem die Wertach über­span­nen­den et­wa 60 Me­ter lan­gen Brü­cken­teil, als die­ses oh­ne Vor­war­nung nach­gab und ins Fluss­bett fiel. Die Män­ner ka­men mit Ver­dacht auf Ver­let­zun­gen am Be­cken und an der Wir­bel­säu­le ins Kran­ken­haus. Bei den Ret­tungs­ar­bei­ten ver­letz­te sich auch ei­ne Sa­ni­tä­te­rin des Ro­ten Kreu­zes.

Nach dem Un­glück nah­men Kri­po und Staats­an­walt­schaft die Er­mitt­lun­gen auf. Um zu klä­ren, wie es zu dem Ein­sturz kom­men konn­te und ob sich je­mand straf­recht­lich schul­dig ge­macht hat, wur­de ein Bau­gut­ach­ter ein­ge­schal­tet. „Das Gut­ach­ten liegt uns mo­men­tan noch nicht vor“, sagt Michael Ja­kob vom Po­li­zei­prä­si­di­um Schwa­ben Nord. Des­halb kön­ne man zur Ur­sa­che auch noch nichts sa­gen. Die Stadt hat­te nach dem Ein­sturz dar­auf ver­wie­sen, die Brü­cke stets kon­trol­liert zu ha­ben. Bei ih­rem Bau vor 50 Jah­ren lag sie in der höchs­ten Brü­cken­klas­se, die 90 Ton­nen ver­tra­gen muss. Bis vor vier Jah­ren fuh­ren 400-Ton­nen-Schwer­trans­por­ter mit Schiffs­die­seln oh­ne Pro­ble­me über die Brü­cke, so die Stadt.

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