Ein­fach Nein sa­gen!

Friedberger Allgemeine - - Wirtschaft - VON DETLEF DREWES dr@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Die Jagd auf Po­ké­mon ist nicht Auf­ga­be der eu­ro­päi­schen Be­hör­den. Sie müs­sen ein­schrei­ten, wenn un­ter dem Deck­man­tel ei­nes Spiels Schind­lu­der mit per­sön­li­chen In­for­ma­tio­nen der Nut­zer ge­trie­ben wird. Vol­le Trans­pa­renz – so lau­tet das Ver­spre­chen, das die EU-Po­li­ti­ker bei der Ab­fas­sung der Da­ten­schutz-Gr­und­ver­ord­nung ge­ge­ben ha­ben. Auch wenn die erst 2018 in Kraft tritt, so bleibt doch klar, wo­hin die Uni­on will: Wer sich im In­ter­net tum­melt, darf kein Frei­wild für Kon­zer­ne sein, die die Da­ten­spu­ren des Nut­zers un­ge­fragt auf­neh­men und dar­aus Ka­pi­tal schla­gen. Das gilt für Po­ké­mon Go ge­nau­so wie für Face­book, Twit­ter oder App­le und Mi­cro­soft.

Der Schlüs­sel liegt zwei­fel­los in der Ein­wil­li­gung, die je­der User ak­zep­tie­ren muss, ehe er ein An­ge­bot nut­zen kann. Da­rin ist längst of­fen von der Wei­ter­ga­be per­sön­li­cher Da­ten an Drit­te die Re­de für ziel­grup­pen­spe­zi­fi­sche Wer­bung in viel­fa­cher Form. Wer das nicht will, kann sei­ne Zu­stim­mung ver­wei­gern und Nein sa­gen.

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