Das gro­ße De­büt von Roo­se­velt

Friedberger Allgemeine - - Feuilleton -

Schon seit Jah­ren ist der Na­me Roo­se­velt ei­nes der gro­ßen Ver­spre­chen der deut­schen Pop­sze­ne: Der jun­ge Köl­ner war Stamm-DJ bei den Par­tys des Kompakt-La­bels, ver­öf­fent­lich­te in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ein paar we­ni­ge Tracks und Re­mi­xes – aber eben kein Al­bum. Das hat er nun ge­än­dert. Und wie! Sein selbst­be­ti­tel­tes De­büt ist das mit­rei­ßends­te Dan­ce-Pop-Al­bum min­des­tens die­ser Sai­son. Ma­ri­us Lau­ber, so der bür­ger­li­che Na­me von Roo­se­velt, be­wegt sich mu­si­ka­lisch zwi­schen dem Fran­zo­sen-Hou­sePop von Pho­enix aus den 90ern und dem Dis­co-Re­vi­val der Ge­gen­wart – ver­mengt mit ei­nem son­ni­gen Ibi­zaGe­fühl (Ach­tung: ge­meint ist das Ibi­za vor Da­vid Gu­et­ta). Der 25-jäh­ri­ge Roo­se­velt könn­te den Spa­gat schaf­fen zwi­schen Ra­di­oRo­ta­ti­on und Glaub­wür­dig­keit in der Klub­sze­ne. Und das ist zu­letzt au­ßer Daft Punk ei­gent­lich nie­man­dem ge­lun­gen. **** *

Roo­se­velt: Roo­se­velt

(Ci­ty Slang/Uni­ver­sal)

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