„To­ni Erd­mann“no­mi­niert für Aus­lands-Os­car

Friedberger Allgemeine - - Feuilleton -

Wie wür­den die Film­fest­spie­le Can­nes wohl da­ste­hen, wenn der so­eben von der in­ter­na­tio­na­len Film­kri­ti­ker-Ver­ei­ni­gung aus­ge­zeich­ne­te Strei­fen „To­ni Erd­mann“im kom­men­den Jahr den Aus­lands-Os­car in Los An­ge­les er­hal­ten wür­de? Ge­nau dies ist jetzt mög­lich, da das fast drei­stün­di­ge Werk von Ma­ren Ade ges­tern in München von der Aus­lands­ver­tre­tung des Deut­schen Films aus­er­ko­ren wur­de, für Deutsch­land ins Ren­nen zu ge­hen. In Can­nes war der Strei­fen – für vie­le voll­kom­men un­ver­ständ­lich – leer aus­ge­gan­gen. „To­ni Erd­mann“ha­be un­ter den acht Be­wer­bern „durch sei­ne kon­se­quen­te künst­le­ri­sche Hand­schrift“über­zeugt, er­klärt die Ju­ry: „Ei­ne eben­so mu­ti­ge wie stil­si­che­re fil­mi­sche See­len­schau am Puls der Zeit. Ade schaf­fe es, 162 Mi­nu­ten Film zu ei­nem hu­mor­voll-ent­lar­ven­den Spa­zier­gang durch die Nuan­cen ei­ner Va­ter-Toch­ter Be­zie­hung wer­den zu las­sen.“Die üb­ri­gen Be­wer­ber, et­wa die Hit­ler-Sa­ti­re „Er ist wie­der da“, „Der Staat ge­gen Fritz Bau­er“und „Das Ta­ge­buch der Anne Frank“, gin­gen leer aus.

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