Oh­ne Stress er­legt

Friedberger Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „Kö­ni­gin­nen der Jagd“(Die Drit­te Sei­te) vom 17. Au­gust und Le­ser­brie­fen da­zu: Beim Stu­die­ren die­ses gut re­cher­chier­ten Ar­ti­kels ha­be ich die kom­men­den Leserbriefe vor mei­nem geis­ti­gen Au­ge schon er­war­tet – und ich wur­de (im ne­ga­ti­ven Sin­ne) nicht ent­täuscht.

Jagd ist die äl­tes­te Form der Nah­rungs­be­schaf­fung. Sonst wä­ren un­se­re Vor­fah­ren in der St­ein­zeit jäm­mer­lich ver­hun­gert, und die Mensch­heit wür­de es wohl nicht ge­ben, denn Acker­bau kann­te man da­mals noch nicht.

Jagd ist nicht heim­tü­ckisch. Im Ge­gen­satz zum Schlacht­hof hat das Tier ei­ne Chan­ce, wenn, wie schon be­schrie­ben, der Wind dreht, oder der Jä­ger kann auch mal nicht tref­fen o. ä. Im Fal­le des Fal­les wird das Tier oh­ne Stress er­legt, was sich auch in der Qua­li­tät des Flei­sches wi­der­spie­gelt. Schau­en Sie sich mal die Tie­re im Schlacht­hof an.

Die An­for­de­run­gen an die Jä­ger in Deutsch­land sind hoch, auch hier wird schon im Vor­feld ei­ne ge­wis­se Aus­wahl ge­trof­fen. Au­ßer­dem soll­te man To­le­ranz wal­ten las­sen, auch wenn man mit die­ser Art der Tä­tig­keit nichts an­fan­gen kann. Ist wohl in un­se­rer „Em­pö­rungs­kul­tur“nicht mehr mög­lich.

Zum Schluss: Nein, ich bin kein Jä­ger oder Förs­ter. Aber ich un­ter­stüt­ze ei­ne ver­ant­wor­tungs­vol­le und nach­hal­ti­ge Jagd. Andre­as Meh­ner, Lands­berg

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