Es geht uns gut?

Friedberger Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zum In­ter­view mit Il­se Ai­g­ner „Es geht den Men­schen bes­ser als je zu­vor“(Wirt­schaft) vom 25. März: Ich or­ga­ni­sie­re seit zwei Jah­ren ei­ne Klei­der­kam­mer. Zu­nächst wa­ren wir nur für Asyl­be­wer­ber da, seit nun­mehr ei­nem Jahr dür­fen auch Men­schen, die so­zi­al schwach ge­stellt sind, bei uns ein­kau­fen. Und es wer­den von Wo­che zu Wo­che mehr. Nicht, weil das al­les Schnäpp­chen­jä­ger sind oder sie al­le auf Vin­ta­ge-Mo­de ste­hen. Sie ha­ben ein­fach kei­ne Koh­le für neue Klei­dung, nicht mal aus ei­ner Bil­lig­ket­te. Wenn ich mir dann noch die stän­dig wach­sen­de wö­chent­li­che Schlan­ge vor dem Ta­fel­la­den an­schaue, fällt es mir schwer zu glau­ben, dass die­se Men­schen da an­ste­hen, weil es ei­ne neue Hol­ly­wood-Di­ät auf der Ba­sis von alt­ba­cke­nem Brot gibt. Die kön­nen sich kein fri­sches aus dem Dis­coun­ter leis­ten. Wenn das im In­ter­view Ge­sag­te al­so wirk­lich Frau Ai­g­ners Mei­nung und even­tu­ell die ih­rer Par­tei­ge­nos­sen ist, soll­ten sie ernst­haft über das „C“und das „S“im Par­tei­na­men nach­den­ken. Ve­ra Husch­ka, Im­men­stadt

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