Kur­be­triebs Chef fälsch­te Zeug­nis­se und Dok­tor­ti­tel

Friedberger Allgemeine - - Bayern -

Der frü­he­re Kur­be­triebs-Chef von Bad Wurzach in Ba­den-Würt­tem­berg hat vor dem Amts­ge­richt Wangen die Fäl­schung meh­re­rer Ur­kun­den ein­ge­räumt. Bei sei­ner An­stel­lung als Ge­schäfts­füh­rer des Be­triebs im Jahr 2015 ha­be er ent­spre­chen­de Uni­ver­si­täts-Zeug­nis­se ein­ge­reicht, die er schon Jah­re zu­vor mit­hil­fe von Kor­rek­tur­flüs­sig­keit und ei­ner Schreib­ma­schi­ne selbst er­stellt ha­be, sag­te der 60-Jäh­ri­ge zum Pro­zess­auf­takt am Di­ens­tag. Er sei zu­dem über Jah­re hin­weg als Dok­tor auf­ge­tre­ten. Die Staats­an­walt­schaft wirft dem Mann un­ter an­de­rem Be­trug und den Miss­brauch von Ti­teln vor. Dem­nach hat­te der 60-Jäh­ri­ge fälsch­li­cher­wei­se be­haup­tet, Di­plom­psy­cho­lo­ge, Di­plom-Kauf­mann und Dok­tor der Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten zu sein.

Wol­bergs lässt Par­tei­äm­ter ru­hen

Der sus­pen­dier­te und un­ter Kor­rup­ti­ons­ver­dacht ste­hen­de Re­gens­bur­ger Ober­bür­ger­meis­ter Joa­chim Wol­bergs lässt sei­ne SPDÄm­ter ru­hen – holt aber zugleich zum Rund­um­schlag aus. In ei­nem Schrei­ben an ver­schie­de­ne SPDG­re­mi­en be­teu­ert er sei­ne Un­schuld und be­klagt sich zugleich über „eh­ren­rüh­ri­ge Ver­däch­ti­gun­gen“, „un­er­träg­li­che Spe­ku­la­tio­nen“, „per­ma­nen­te Fal­sch­mel­dun­gen“be­zie­hungs­wei­se „be­wusst ge­streu­te Lü­gen“. In der Kor­rup­ti­ons­af­fä­re geht es un­ter an­de­rem um ei­ne Grund­stücks­ver­ga­be an ein Un­ter­neh­men, das Wol­bergs be­vor­zugt ha­ben und im Ge­gen­zug Spen­den für sei­ne Par­tei be­kom­men ha­ben soll.

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