Of­fen­heit von bei­den Sei­ten

Friedberger Allgemeine - - Region Augsburg - VON FE­LI­CI­TAS LACHMAYR lac@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Wird ein Baum ge­fällt, ge­hen die Bür­ger auf die Stra­ße. Und das zu Recht. Denn Bäu­me prä­gen das Bild ei­ner Stadt und hau­chen ihr Le­ben ein. Sie pro­du­zie­ren Sau­er­stoff und be­frei­en die Luft von Schad­stof­fen. Ge­ra­de in Städ­ten wir­ken Bäu­me wie ein na­tür­li­cher Fil­ter. Ein al­ter Baum mit ei­ner aus­la­den­den Kro­ne und ei­ner Hö­he von et­wa 20 Me­tern sorgt am Tag für et­wa 13 Ki­lo­gramm Sau­er­stoff. Das deckt den Be­darf von zehn Men­schen.

Da­her emp­fiehlt es sich, die na­tür­li­chen Fil­ter zu er­hal­ten. Ei­ne Baum­schutz­ver­ord­nung kann da­bei hel­fen. Aber je­de Vor­schrift ruft Geg­ner auf den Plan und kann über­gan­gen wer­den, vor al­lem im ei­ge­nen Gar­ten. Ein För­der­pro­gramm, wie es Schwab­mün­chen bie­tet, ist da ei­ne gu­te Lö­sung. Denn es schafft Be­wusst­sein für den Um­gang mit der Na­tur und ei­nen An­reiz, den Baum im ei­ge­nen Gar­ten zu schüt­zen. Der Bür­ger be­hält die Ent­schei­dungs­frei­heit und die Stadt ist an­ge­hal­ten, sich um den Er­halt von Bäu­men auf öf­fent­li­chem und pri­va­tem Grund zu be­mü­hen. Das setzt al­ler­dings vor­aus, dass bei­de Sei­ten mit Of­fen­heit und Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein auf­ein­an­der zu­ge­hen.

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