Mit al­len Mit­teln ge­gen Ein­bre­cher

Friedberger Allgemeine - - Erste Seite - VON MICHA­EL STIFTER msti@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Die meis­ten Ein­brü­che in Deutsch­land wer­den nie auf­ge­klärt. Wenn das Ri­si­ko, er­wischt zu wer­den, so ge­ring ist, las­sen sich po­ten­zi­el­le Tä­ter auch von schär­fe­ren Stra­fen kaum ab­schre­cken. Trotz­dem ist die Ein­stu­fung von Woh­nungs­ein­brü­chen als Ver­bre­chen rich­tig. Nur so kön­nen Po­li­zei und Jus­tiz die Tä­ter, hin­ter de­nen oft gut or­ga­ni­sier­te Ban­den ste­cken, mit al­len Mit­teln ver­fol­gen.

CDU und CSU ha­ben da­mit ei­nen wich­ti­gen Punkt ge­macht. Si­cher­heit und Ord­nung ge­hö­ren zum Mar­ken­kern der Uni­on und ein här­te­rer Um­gang mit Ein­bre­chern kommt im Wahl­kampf si­cher gut an – zu­mal sich ja tat­säch­lich man­che Men­schen nicht ein­mal mehr in den ei­ge­nen Wän­den wirk­lich si­cher füh­len. Und doch wer­den schär­fe­re Stra­fen al­lei­ne das Pro­blem nicht lö­sen, so­lan­ge der­art vie­le Tä­ter ent­kom­men. Der bes­te Weg zu mehr Si­cher­heit ist im­mer noch ei­ne per­so­nell gut aus­ge­stat­te­te und prä­sen­te Po­li­zei.

Und na­tür­lich ist je­der Bür­ger auch selbst auf­ge­ru­fen, es Ein­dring­lin­gen mög­lichst schwer zu ma­chen. Zu Recht för­dert der Staat Maß­nah­men von Im­mo­bi­li­en­be­sit­zern zum Ein­bruchs­schutz.

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