So schön trau­rig: Ai­mee Mann

Friedberger Allgemeine - - Feuilleton -

Wem die­se Stim­me ein­mal in Herz und See­le ge­drun­gen ist … Den meis­ten mag es bei „One“, „Sa­ve Me“und „Wi­se Up“so er­gan­gen sein, Songs, die die ame­ri­ka­ni­sche Song­wri­te­rin Ai­mee Mann 1999 zu „Ma­gno­lia“bei­ge­tra­gen hat, die­sem sel­te­nen Fall von so wun­der­vol­lem wie wun­der­li­chem Star-Ki­no aus Hol­ly­wood. Auf den vie­len wei­te­ren So­lo-Al­ben war die Schwä­ge­rin von Se­an Penn lei­der nicht so traum­wand­le­risch schön trau­rig, oft eher fol­kig. Jetzt aber, in­zwi­schen 56, ist sie es zu­min­dest wie­der fast. „Men­tal Ill­ness“, al­so schlicht Geis­tes­krank­heit, heißt das neue Werk, und es ist ihr bis­lang kargs­tes. Über Pia­no und Akus­tik­gi­tar­re und erst­mals auch über Strei­cher zieht Ai­mee Mann ih­re Stim­me in fei­ner, düs­te­rer Me­lo­dik, dass Herz und See­le sich eben ein­fach wie­der öff­nen. **** *

(Mem­bran/So­ny)

Ai­mee Mann: Men­tal Ill­ness

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