Das Kind wird nach Ter­min­plan or­ga­ni­siert

Friedberger Allgemeine - - Augsburg -

Zum Ar­ti­kel „Mut­ter är­gert sich über Han­dy­pla­ka­te“: Mut­ter sein be­deu­tet auch, her­aus­ge­ris­sen wer­den aus so­zia­len und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zu­sam­men­hän­gen. Und ei­ne Ent­schei­dung dar­über, in­wie­weit man los­las­sen kann vom bis­he­ri­gen Be­rufs­le­ben. Ein Smart­pho­ne er­schwert die­ses Los­las­sen. Es lässt ei­ne Mut­ter ih­ren neu­en All­tag mit Kind wei­ter­hin so or­ga­ni­sie­ren wie das Be­rufs­le­ben vor­her. Und ihr das Ge­fühl ge­ben, wert­voll zu sein, wenn das neue Le­ben genau­so funk­tio­niert wie das vor­he­ri­ge: ein nach Ter­mi­nen or­ga­ni­sier­tes Le­ben; mit Be­zug zu ei­nem Pro­dukt, das man wert­schätzt und liebt. Ba­by und Kind wer­den nach Ter­min­plan or­ga­ni­siert. Das Smart­pho­ne macht ei­nen zu ei­ner ge­glaub­ten Ma­na­ge­rin. Das wo­mög­lich schlech­te Ge­wis­sen be­ru­higt man, in­dem man sich sagt, man tue ja al­les nur für das Kind. Kri­tik weist man em­pört zu­rück. Jo­sef Ge­gen­furt­ner, Schwab­mün­chen

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