Kis­sin­ger SPD auf Hi­asls Spu­ren

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Kis­sing/Augs­burg Re­gio­na­le Ge­schich­te am Le­ben hal­ten – das hat­te der Vor­trag von Prof. Klaus Wolf von der Uni­ver­si­tät Augs­burg in der Rie­ge­le Er­leb­nis­welt zum Ziel. The­ma war der My­thos des baye­ri­schen Hi­asl und sein Ein­fluss auf Li­te­ra­tur und Mu­sik. Zur Ein­stim­mung tru­gen Sieg­fried und Gi­se­la Bradl ein In­stru­men­tal­stück an Ak­kor­de­on und Zit­her vor und ani­mier­ten das Pu­bli­kum zum Mit­sin­gen. Mit dem Mot­to „Sche lang­sam fang ma o, mitanand!“lei­te­ten sie zum Haupt­teil über.

Der 1736 in Kis­sing ge­bo­re­ne Mat­thä­us Klos­ter­mayr, auf dem die Er­zäh­lun­gen des Hi­asl be­grün­det sind, wur­de 1771 in Dil­lin­gen von der fürst­bi­schöf­li­chen Re­gie­rung Augs­burg zum Tod „auf Rä­dern, von oben nach un­ten“ver­ur­teilt. Da­zu hat­te es al­ler­dings knapp 300 Sol­da­ten be­nö­tigt, um ihn bei Kauf­beu­ren/Os­ter­zell zu stel­len. Da­vor war er auf­grund der vie­len un­ab­hän­gi­gen Ge­bie­te jeg­li­cher Ver­fol­gung ent­gan­gen, da er sich im­mer schnell ins Aus­land ab­set­zen konn­te. Von der Ob­rig­keit ver­ach­tet, wur­de Klos­ter­mayr für die Bau­ern zum Ret­ter in der Not, konn­te sich auf de­ren Schutz ver­las­sen und wur­de als baye­ri­scher Ro­bin Hood an­ge­se­hen.

Be­reits 1772 er­schien ei­ne an­ony­me Bio­gra­fie über den baye­ri­schen Hi­asl, die durch die Buch­mes­sen in Frank­furt und Leip­zig gro­ße Be­kannt­heit er­lang­te. Von da an wur­de der Volks­held Vor­bild für Räu­ber­ge­schich­ten, wie bei­spiels­wei­se Schil­lers „Karl Moor“oder Tiecks „Der baye­ri­sche Hie­sel“. Auch Volks­lie­der oder Wan­der­büh­nen grif­fen den My­thos auf.

Der sol­cher­ma­ßen be­rühm­te Volks­held er­reg­te na­tür­lich das In­ter­es­se an sei­nem Ge­burts­ort. Aus Kis­sing war ei­ne mehr­köp­fi­ge De­le­ga­ti­on des SPD-Orts­ver­eins un­ter Füh­rung von Bür­ger­meis­ter Man fred Wolf und Zwei­ter Bür­ger­meis­te­rin Silvia Rin­der­ha­gen ex­tra an­ge­reist, um ih­re Kennt­nis­se über den Hi­asl zu ver­tie­fen.

Fo­to: Tho­mas Goß­ner

Spen­den­über­ga­be im Golf­club Te­gern­bach: (von links) Ni­k­las Jahn (Fo­rum Me­dia Group), Aria­ne Ka­bend (Viktoria Par­fü­me­rie), Hel­mut Milzarek (Ga­la­bau Milzarek), Iris Trin­ker (GC Te­gern­bach), Rein­hard und Eve­lin Han­ke (Bü­ro­ser­vice Han­ke), Han­nes Pro el­ler (Ro­sen­apo­the­ke), Jörg Sig­mund (Kar­tei der Not), Ute Kraus Hu­schi­na, Hans Kie­ner (GC Te­gern­bach), Ste­fan Plo­ner, Flo­ri­an Eckardt (Ver­si­che­rungs­bü­ro Götz) und Mar­cel Pruss (ChamP­russ).

Fo­to: SPD Kis­sing

Auf den Spu­ren des baye­ri­schen Hi­asl be­gab sich die Kis­sin­ger SPD in die Rie­ge­le Er­leb­nis­welt.

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