Oh mein Gott!

Friedberger Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „Ein­ein­halb­jäh­ri­ger stürzt neun Me­ter von Dach her­ab“(Pan­ora­ma) vom 1. Au­gust: Zwei klei­ne Kin­der klet­tern über ein Fens­ter un­be­merkt auf das Dach ei­nes Hau­ses. Das Fens­ter ha­ben die Kin­der in dem Al­ter wohl auch ge­öff­net? Oh mein Gott! Bei­de müs­sen ziem­lich lan­ge Zeit al­lein ge­we­sen sein. Dass die bei­den Klein­kin­der oh­ne Auf­sicht wa­ren, ist ja laut Ar­ti­kel mehr als nur ein­deu­tig, wel­che wei­te­ren Er­mitt­lun­gen noch lau­fen, er­klärt sich nicht, au­ßer es wird wie­der nach „mil­dern­den Um­stän­den im Näh­käst­chen“ge­sucht, wie lei­der viel zu oft! Mar­le­ne May­er, War­mis­ried

Start­elf mit deut­schem Pass

Zu „Mul­ti­kul­ti am Main“(Sport) vom 1. Au­gust: In Frankfurt tum­meln sich 16 Na­tio­na­li­tä­ten. Da kann es schon vor­kom­men, dass sich in der Start­elf kein deut­scher Ki­cker be­fin­det. In Stuttgart sind es bis jetzt 15 Na­tio­na­li­tä­ten. Wir spie­len doch Bun­des­li­ga und nicht ir­gend­ei­ne in­ter­na­tio­na­le Li­ga. Da­bei brach­te doch Stuttgart vie­le Klas­se­spie­ler her­vor (Go­mez, Rü­di­ger, Khe­di­ra, Kim­mich, Wer­ner, Di­da­vi), um nur ei­ni­ge zu nen­nen. Die­se wur­den al­le ver­scher­belt und mit Stuttgart ging’s berg­ab. Da müs­sen sich der DFB und die DFL schon was ein­fal­len las­sen, um die­sem Irr­sinn ein En­de zu be­rei­ten. Zu­min­dest soll­te in der Bun­des­li­ga ei­ne be­stimm­te An­zahl Spie­ler mit deut­schem Pass in der Start­elf ste­hen. Theo Hein­rich, Da­sing

Spit­ze ei­nes Eis­bergs

Zu „Neu­er Er­folgs­kri­mi?“(Fern­se­hen ak­tu­ell am Di­ens­tag) vom 1. Au­gust: Die Zei­tung weist auf den neu­en Kri­mi als Tipp des Ta­ges hin. Bis jetzt wer­den schon weit über 100 Kri­mis oder Thril­ler in ei­ner Wo­che ge­sen­det. Dass sie al­le „er­folg­reich“sind, zeigt die Tat­sa­che, dass sie im­mer wie­der mit neu­en Fol­gen auf die Zu­schau­er los­ge­las­sen wer­den, oft zu bes­ten Sen­de­zei­ten, wäh­rend zu­kunfts­wei­sen­de Do­kus in die Spar­ten­sen­der und in die Nacht­zeit ver­scho­ben wer­den.

Dass Kri­mis er­folg­reich sind, bloß lei­der auf schlim­me Art und Wei­se, zeigt sich auch in der zu­neh­men­den Ra­di­ka­li­sie­rung und Kri­mi­na­li­sie­rung der Ge­sell­schaft. Und da­bei ist die der­zei­ti­ge Si­tua­ti­on mei­ner Mei­nung nach nur die Spit­ze ei­nes Eis­bergs, frei nach Goe­the: „Die Geis­ter, die ich rief, werd’ ich nicht mehr los.“Macht man sich dar­über in den Sen­de­zen­tra­len oder im Rund­funk­rat kei­ne Ge­dan­ken? Wo bleib das Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein für die nach­fol­gen­den Ge­ne­ra­tio­nen? An­ton Kro­nast, Im­men­stadt

Drei Hel­den und ei­ne Fra­ge

Zu „Die Hel­den von Ham­burg“(Die Drit­te Sei­te) vom 31. Ju­li: Wow! Vier Leu­te fan­gen ei­nen is­la­mis­ti­schen Mes­ser­ste­cher und drei da­von sind selbst Mus­li­me. Ei­ne gan­ze Sei­te Be­richt. Dann auch noch die „hei­li­ge“Sei­te drei. Ich fra­ge mich: Wä­re auch so viel „Brim­bo­ri­um“dar­um ge­macht wor­den, wenn nicht Mo­ham­med, Omer und Tou­fiq, son­dern Karl, Franz und Ot­to die „Hel­den von Ham­burg“ge­we­sen wä­ren? Pe­ter Kol­ler, Tann­heim

Frau­en oh­ne Plan

Zu „DFB Frau­en blei­ben sit­zen“(Sport) vom 31. Ju­li: Die Rat­lo­sig­keit über das Aus­schei­den und die Grün­de hier­für, so­wohl bei den DFB-Ver­ant­wort­li­chen wie auch bei den Me­di­en, kann ich mir beim bes­ten Wil­len nicht er­klä­ren. Be­reits im ers­ten Grup­pen­spiel – und das hat sich un­ver­än­dert fort­ge­setzt – war zu er­ken­nen, dass die Mann­schaft über sehr ho­hes tech­ni­sches Ni­veau ver­fügt, aber kei­nen Plan hat, die sich er­öff­nen­den Mög­lich­kei­ten zu En­de zu spie­len. Da­zu wur­den auch noch die Chan­cen, die man be­kam, ver­ge­ben. So war das Wei­ter­kom­men eben nur durch Tor­hü­ter­feh­ler und ver­wan­del­te Elf­me­ter mög­lich. Kein ein­zi­ges, wirk­lich her­aus­ge­spiel­tes Tor schoss die Mann­schaft, ern­te­te aber stets gro­ßes Lob von der Bun­des­trai­ne­rin. Der war zwar die man­geln­de Chan­cen­aus­wer­tung nicht ent­gan­gen, sie ver­trau­te aber stets dar­auf, dass der „Kno­ten“schon ir­gend­wann plat­zen wür­de. Jetzt auf die Mann­schaft zu schimp­fen, hal­te ich für falsch. Die Spie­le­rin­nen ha­ben er­kenn­bar kei­ne kla­re Vor­ga­be für ihr Spiel ge­habt. Ernst Luibl, Me­ring

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